Bild folgtKI-generierte IllustrationAraucaria araucana
Auch bekannt als: Chilenische Schmucktanne, Chilenische Araukarie, Affenschwanzbaum, Andentanne, Pehuén
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An ihren dicken, dachziegelartig angeordneten Schuppenblättern, die den ganzen Baum wie einen bizarren Panzer umhüllen, lässt sich die Chilenische Araukarie (Araucaria araucana) sofort erkennen. Dieser Baum bringt als „lebendes Fossil“ eine urzeitliche Struktur in deinen Garten und dient durch sein wehrhaftes Laub als geschützter Rückzugsort. Da sie sehr langsam wächst, kannst du ihre Entwicklung über Jahrzehnte begleiten. Da keine spezifischen Daten zu gebietsfremd Bestäubern vorliegen, profitiert dein Garten hier vor allem von der ganzjährigen Struktur. Achte darauf, dass dieser Gigant genug Platz für seine beeindruckende Endgröße bekommt. Ein echtes Charakterstück für geduldige Gärtner.
Urzeitlicher Gigant: Ein 50 Meter hoher Blickfang mit bizarrem Panzerschutz.
Aufgrund der außergewöhnlich schweren Samen (Diasporen) von über 4200 mg ist die Pflanze auf eine Kurzdistanz-Ausbreitung oder die Hilfe von größeren Tieren angewiesen. In unseren Gärten bietet sie durch ihre immergrüne, dichte Struktur wertvollen Schutzraum für Vögel vor Greifvögeln oder Katzen. Da die Blätter extrem hart und spitz sind, wird sie kaum von Säugetieren verbissen. Konkrete Bestäubungsdaten für heimische Insekten liegen nicht vor, da die Art als Windbestäuber gilt. Die dicken, gepanzerten Zweige dienen im Winter als wichtiger, stabiler Rückzugsort in der Gartenlandschaft. So fördert sie die strukturelle Vielfalt im Siedlungsraum und bietet Nistmöglichkeiten für wehrhafte Vogelarten.
Die Chilenische Araukarie ist nicht kindersicher, da die Schuppenblätter extrem hart und stechend spitz sind. Es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko für Haut und Augen bei Berührung oder Stürzen in die Zweige. Bitte trage bei Arbeiten am Baum immer feste Handschuhe.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
50 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz mit viel Freiraum in alle Richtungen.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Boden: Der Untergrund sollte tiefgründig und gut durchlässig sein; Staunässe (Wasserstau im Boden) unbedingt vermeiden.
Da der Baum eine Wuchshöhe von 50,0 m erreicht, plane einen sehr großen Pflanzabstand zu Gebäuden und Stromleitungen ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig und würde die markante Wuchsform dauerhaft zerstören.
Schutz: In jungen Jahren ist ein Winterschutz aus Vlies bei strengem Frost über minus 15 Grad ratsam.
Sicherheit: Wegen der extrem spitzen Blätter nicht direkt an Gehwegen oder Spielbereichen pflanzen.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) – sie teilt die Vorliebe für beständige Bodenfeuchte und ergänzt das urzeitliche Bild als heimischer Nadelbaum.
Die Chilenische Araukarie gehört zur Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae). In ihrer Heimat Südamerika wächst sie in den Anden in lichten Wäldern auf vulkanischen Böden, während sie bei uns als markanter Solitärbaum geschätzt wird. Auffällig sind die breitblättrigen, verholzten Schuppenblätter mit einer Fläche von 330,0 mm². Mit einer FAKTEN-VORGABE Wuchshoehe von 50,0 m ist sie ein wahrer Riese unter den Bäumen. Die Vermehrung erfolgt über sehr schwere Samen (Diasporen), die ein Gewicht von 4203,9654 mg erreichen, was eine Ausbreitung durch Tiere begünstigt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →