Bild folgtKI-generierte IllustrationArctium minus subsp. minus
Auch bekannt als: Arctium minus subsp. minus
25
Arten
interagieren
39
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Kleine Klette (Arctium minus subsp. minus) durch ihre purpurroten Blütenköpfe auf, die von grünen, hakigen Hüllblättern umgeben sind. Diese heimische Wildpflanze ist ein ökologisches Kraftpaket, das Schmetterlingen wie dem Wegerich-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) wertvolle Nahrung bietet. Auch die Raupen der Ziest-Silbereule (Autographa pulchrina) finden an ihren Blättern ein sicheres Zuhause. Mit ihrem kräftigen Wuchs bringt sie eine natürliche Struktur in deine Gartenbereiche, wie man sie sonst nur an Wegrändern findet. Trau dich ruhig, dieser oft unterschätzten Art ein Plätzchen in deinem Naturgarten zu schenken.
Raupenkinderstube und Winterbuffet: Die Kleine Klette bietet Leben pur.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren zahlreiche Insekten von der Kleinen Klette. Schmetterlinge wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und Scheckenfalter wie Melitaea phoebe suchen die Blüten aktiv auf. Auch Schwebfliegen, etwa die Gemeine Winterschwebfliege (Episyrphus balteatus) oder die Gebänderte Mulmschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum), nutzen das Angebot. Besonders wertvoll ist sie als Raupenfutter für Arten wie den Braunen Bär (Arctia caja) und die C-Schwarze Bodeneule (Xestia c-nigrum). Auch die Raupen von Gortyna flavago nutzen die Pflanze als Lebensgrundlage. Im Winter bieten die vertrockneten Fruchtstände nahrhafte Samen für heimische Vögel.
Die Kleine Klette ist nicht als kindersicher eingestuft, da die hakenbewehrten Früchte leicht in Haaren und Kleidung hängen bleiben. Die Pflanze selbst ist ungiftig, kann aber bei empfindlicher Haut mechanische Reizungen auslösen. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der einzigartigen Kletten-Früchte nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.72 m
Suche einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründiger, eher feuchter Erde aus.
Die Pflanze ist sehr anspruchslos, benötigt aber ausreichend Platz für ihre großen Grundblätter.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Da die Art zweijährig ist, bildet sie erst im zweiten Jahr Blüten und stirbt nach der Samenreife ab.
Sorge für einen offenen Bodenbereich, wenn du möchtest, dass sie sich durch Selbstaussaat dauerhaft im Garten hält.
Lasse die markanten Stängel über den Winter unbedingt stehen, um Insekten ein sicheres Quartier zu bieten.
Ein Rückschnitt der alten Triebe sollte erst im Spätwinter erfolgen, kurz bevor der neue Austrieb beginnt.
Gute Partnerin: Die Große Brennnessel (Urtica dioica) – beide bevorzugen stickstoffreiche Böden und bilden gemeinsam ein wertvolles Habitat (Lebensraum) für Schmetterlingsraupen wie den Braunen Bär (Arctia caja).
Die Kleine Klette (Arctium minus subsp. minus) ist ein Vertreter der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie kommt natürlich in Deutschland und der Schweiz vor und besiedelt dort meist nährstoffreiche Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Schutt- oder Ödflächen). Als zweijährige Pflanze investiert sie im ersten Jahr ihre Kraft in eine Blattrosette und eine tiefe Pfahlwurzel. Erst im zweiten Sommer erscheint der verzweigte Blütenstand mit den typischen, kugeligen Früchten. Ihre Wurzeln gehen oft eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) ein.
1 Video zu Kleine Klette

20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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