Bild folgtKI-generierte IllustrationArctium nemorosum
Auch bekannt als: Arctium nemorosum
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Hain-Klette (Arctium nemorosum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrer stattlichen Wuchshöhe von 1,67 m und den charakteristischen, hakigen Blütenköpfen ist sie eine imposante Erscheinung im Garten. Für naturnahe Gärtner ist sie besonders wertvoll, da sie im Spätsommer eine wichtige Futterquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Östlichen Scheckenfalter (Melitaea ornata) darstellt. Wenn du einen halbschattigen Platz am Gehölzrand hast, den du ökologisch aufwerten möchtest, ist diese Klette genau richtig. Sie bietet nicht nur Nektar, sondern dient auch Käfern wie dem Rüsselkäfer (Larinus sturnus) als Lebensraum. Du wirst staunen, wie viel Leben diese einheimische Pflanze in deine schattigeren Gartenecken bringt.
Stattliche 1,67 Meter Naturkraft: Die späte Nektartankstelle für Scheckenfalter.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Hain-Klette ein wahrer Magnet für Schmetterlinge. Besonders Scheckenfalter-Arten wie Melitaea aetherie, Melitaea phoebe und Melitaea varia profitieren von dem späten Nektarangebot im August und September. Auch der Rüsselkäfer (Larinus sturnus) wird regelmäßig an den Blütenköpfen gesichtet. Die schweren Samen werden oft durch Tiere über kurze Distanzen verbreitet, dienen aber im Winter auch Vögeln als Nahrung. Da sie als Krautige Pflanze im Winter oberirdisch abstirbt, bieten die hohlen Stängel wertvolle Überwinterungsplätze für Insektenlarven. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt in deinem Garten-Ökosystem.
Die Hain-Klette gilt als nicht kindersicher, da ihre klettenden Blütenköpfe sich hartnäckig in Haaren und Kleidung verhaken können, was oft mühsam zu entfernen ist. Es sind keine spezifischen Giftstoffe bekannt, doch bei empfindlichen Personen kann der Kontakt mit den behaarten Pflanzenteilen Hautreizungen auslösen. Bei Unfällen oder Unsicherheiten ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.67 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), ideal ist ein Platz unter lichten Bäumen oder am Heckenrand.
Boden: Achte auf einen Starkzehrer-Standort (Nährstoffreicher/Fetter Boden), arbeite bei Bedarf im Frühjahr reichlich Kompost ein.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; bei längerer Trockenheit freut sich die Pflanze über zusätzliche Wassergaben.
Kalkgehalt: Sie bevorzugt basische Standorte (Ellenberg 7). Auf sauren Böden kannst du mit etwas Kalk nachhelfen.
Pflanzzeit: Setze die Hain-Klette im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflanzabstand: Aufgrund der Breite und der Höhe von 1,67 m solltest du mindestens 80 bis 100 cm Abstand zu anderen Pflanzen einplanen.
Pflege: Lass die Samenstände im Winter stehen, da sie als Tiernahrung und Versteck dienen. Die Vermehrung erfolgt meist durch Selbstaussaat.
Pflanzpartner: Die Rote Lichtnelke (Silene dioica) ist eine gute Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an Halbschatten und Bodenfeuchte stellt.
Die Hain-Klette gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist als Indigen (einheimische Art) in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest verwurzelt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Waldränder und Lichtungen auf kalkhaltigen, nährstoffreichen Böden. Morphologisch fällt sie durch ihre breitblättrigen, großen Laubblätter und den kräftigen, nicht verholzten Wuchs auf. Die Pflanze nutzt die Epichorie (Ausbreitung durch Anhaften an Tierfell), wobei die Hüllblätter ihrer Blütenkörbchen kleine Widerhaken bilden. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) zeigt sie zuverlässig fruchtbare Bodenstellen an.
1 Video zu Hain-Klette

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →