Bild folgtKI-generierte IllustrationArctophila fulva
Schon von weitem fällt Arctophila fulva durch ihren aufrechten, grasartigen Wuchs und die für ein Arktis-Relikt auffällig breiten Blätter auf. In deinem Naturgarten ist dieses Süßgras (Poaceae) besonders wertvoll, da es als seltene Art kühler Klimazonen eine ökologische Nische an feuchten Standorten besetzt. Es bietet Struktur und wichtige Rückzugsorte für die Bodenfauna in Ufernähe, wo sich kleine Lebewesen zwischen den Halmen verbergen können. Da das Gras eine Höhe von genau 0.6 m erreicht, eignet es sich hervorragend für die mittlere Ebene von Feuchtpflanzungen. Wenn du einen kühlen, sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, kannst du mit dieser Art einen echten botanischen Schatz erhalten.
Eiszeitliches Relikt für kühle Ufer: Robustes Gras mit 0,6 m Höhe.
Dieses Gras fungiert in spezialisierten Biotopen vor allem als wichtiger Strukturbildner für die lokale Fauna. Die breiten Blätter dienen verschiedenen Insekten als Ansitz oder Versteckmöglichkeit in feuchten Lebensräumen. Da es sich um eine heimische Art handelt, fügt sie sich perfekt in das ökologische Gefüge ein und unterstützt die natürliche Artenvielfalt an Gewässerrändern. Insekten nutzen die Halme zur Eiablage oder als geschützten Ort während der Metamorphose (Umwandlung vom Larvenstadium zum erwachsenen Tier). Durch den Wuchs als Mittelzehrer trägt die Pflanze zur Stabilisierung des Nährstoffkreislaufs im Boden bei. Vögel finden in den dichten Beständen im Winter Schutz vor der Witterung.
Bitte beachte, dass Arctophila fulva als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist daher ratsam, bei der Gartenplanung darauf zu achten, dass die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern steht und beim Hantieren im Beet Vorsicht walten zu lassen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit das Gras seine natürliche Vitalität entfalten kann.
Achte auf eine konstante Bodenfeuchte (Feuchtewert 7); ein Platz am Teichrand oder in einer feuchten Senke ist ideal.
Der Boden sollte kalkhaltig oder basisch sein (Reaktionswert 7), was du gegebenenfalls durch die Gabe von Algenkalk unterstützen kannst.
Da die Art Kälte liebt (Temperaturwert 1), ist sie extrem frosthart, verträgt aber keine stehende Sommerhitze an Südwänden.
Plane für die Pflanze eine Wuchshöhe von genau 0.6 m ein.
Die Pflanzung erfolgt idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Da das Gras als nicht kindersicher gilt, sollte es nicht direkt am Rand von Spielflächen stehen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) ist eine hervorragende Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Feuchtigkeit und Kalkgehalt stellt.
Arctophila fulva gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird taxonomisch der Gattung Dupontia zugeordnet. In Mitteleuropa ist sie ein seltenes Überbleibsel der Eiszeit und besiedelt natürlicherweise sehr kühle, feuchte Standorte auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch besticht das Gras durch seinen unverholzten Wuchs und die charakteristisch breitblättrige Blattform, die es von vielen schmalblättrigen Verwandten unterscheidet. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) bevorzugt sie Böden, die weder extrem mager noch übermäßig gedüngt sind.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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