Bild folgtKI-generierte IllustrationArctostaphylos alpinus
Auch bekannt als: Arctostaphylos alpinus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihrem teppichartigen Wuchs und den krugförmigen Blüten lässt sich die Alpen-Bärentraube (Arctostaphylos alpinus) sofort erkennen. In deinem Garten ist dieser Zwergstrauch ein wertvoller Vertreter der alpinen Flora, der besonders in kühlen, kalkfreien Lagen gedeiht. Sie gehört zu den indigenen (einheimischen) Arten und unterstützt die Artenvielfalt an Standorten, an denen anspruchsvollere Pflanzen aufgeben. Da sie eine ERM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, ist sie ein faszinierendes Beispiel für biologische Zusammenarbeit. Wenn du ein Fan von Gebirgspflanzen bist, ist sie eine bereichernde Wahl für deine mageren Beete.
Alpine Robustheit für den Garten: Ein kühler Spezialist für saure Magerböden.
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Diese Art ist eine Spezialistin für karge Lebensräume. Während der Blütezeit von Mai bis August bietet sie Nektar für fliegende Bestäuber an, die an alpine Bedingungen angepasst sind. Nach aktuellen Daten gehört sogar die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea) zu den Besuchern in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten. In deinem Garten trägt sie zur Stabilisierung des Bodens bei und bietet durch ihr dichtes Geflecht geschützte Mikrohabitate für kleine Bodenlebewesen. Da sie auf der Roten Liste als ungefährdet (*) geführt wird, hilft ihre Pflanzung dabei, das natürliche Erbe unserer Bergregionen im Siedlungsraum sichtbar zu machen.
Die Alpen-Bärentraube wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Wirkstoffe, die bei unsachgemäßem Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Sollten Teile der Pflanze von Kindern oder Haustieren verschluckt worden sein, kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre natürliche Wuchsform beibehält.
Boden: Der Standort muss unbedingt sauer sein (Reaktionswert 2). Verwende kalkfreien Sand oder Granitgrus zur Vorbereitung.
Nährstoffe: Nicht düngen. Als Schwachzehrer (Magerpflanze) verträgt sie keine hohen Stickstoffgaben.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (Feuchtewert 5), was einer moderaten, gleichmäßigen Feuchte ohne Staunässe entspricht.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Mykorrhiza: Schone den Wurzelballen beim Einpflanzen, um die lebenswichtige ERM (Pilzsymbiose) nicht zu stören.
Pflanzpartner: Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen sauren Bodenverhältnisse und sonnigen Lagen bevorzugt.
Die Alpen-Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist in den Hochgebirgen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind alpine Matten und Zwergstrauchheiden auf saurem Untergrund. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 heimisch war) ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren niederliegenden Wuchs aus, der sie vor extremen Bergwinden schützt. Sie gilt als Schwachzehrer (Magerkünstler), der auf nährstoffarmen Böden seine ökologische Nische findet.
1 Video zu Alpen-Bärentraube

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →