Bild folgtKI-generierte IllustrationArenaria ciliata
Typisch für das Wimper-Sandkraut sind die winzigen, polsterförmigen Wuchsmatten und die namensgebenden, fein bewimperten Ränder seiner Blättchen. Als arktisch-alpine Pflanze ist dieser Spezialist in tieferen Lagen eine echte Seltenheit und leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Gebirgsflora. Da die Art auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, schaffst du mit ihr eine kleine Arche im eigenen Garten. Besonders in Steinritzen oder flachen Trögen kommt das filigrane Nelkengewächs gut zur Geltung. Hast du ein sonniges, kalkreiches Plätzchen für diesen Gebirgsgast frei?
Alpine Kostbarkeit: Hol dir eine extrem seltene Rarität in deinen Steingarten.
Mit der Ansiedlung des Wimper-Sandkrauts unterstützt du eine Art mit dem Rote-Liste-Status R (extrem selten), was den Erhalt der genetischen Vielfalt unserer Heimat fördert. In der Natur dient die im Juli blühende Pflanze als Nektarquelle für spezialisierte Insekten des Hochgebirges. Durch ihren dichten, polsterartigen Wuchs schafft sie zudem ein wichtiges Kleinklima für bodenbewohnende Organismen in ansonsten kargen Steinflächen. Da sie auch an kühle Temperaturen (Temperaturwert 2) angepasst ist, besetzt sie ökologische Nischen, in denen viele andere Gartenpflanzen nicht gedeihen können.
Das Wimper-Sandkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Es liegen zwar keine spezifischen Daten zu schweren Vergiftungen vor, jedoch sollten die Pflanzenteile keinesfalls verzehrt werden. Achte darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Garten spielen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.055 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), der hell und offen ist.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer und benötigt einen mageren Untergrund ohne Düngergaben.
Bodenreaktion: Der Boden muss zwingend kalkhaltig / basisch (Reaktionswert 8) sein; mische bei Bedarf Kalksplitt unter.
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden (Feuchtewert 5).
Wasserabzug: Sorge für eine gute Drainage (Wasserabzug), damit trotz der Feuchtigkeit keine Staunässe an den Wurzeln entsteht.
Pflanzzeit: Setze das Sandkraut im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober) aus.
Wuchshöhe: Plane mit einer sehr niedrigen Höhe von 0.07 m am Vordergrund deines Beetes.
Pflege: Die Polster benötigen kaum Rückschnitt, sollten aber von wüchsigeren Nachbarn freigehalten werden.
Pflanzpartner: Der Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata) ist eine ideale Partnerin, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Kalkgehalt und alpine Lichtverhältnisse stellen.
Das Wimper-Sandkraut (Arenaria ciliata) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Als indigene (heimische) Art erstreckt sich ihr natürliches Verbreitungsgebiet in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem auf das Hochgebirge. Dort besiedelt sie bevorzugt kalkhaltige Felsschuttfluren und alpine Magerrasen. Die Pflanze wächst als ausdauerndes, nicht verholzendes Kraut und erreicht eine charakteristische Wuchshöhe von genau 0.07 m. Ihre Anpassung an kühle, lichtreiche Standorte macht sie zu einem klassischen Vertreter der alpinen Flora.
1 Video zu Wimper-Sandkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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