Bild folgtKI-generierte IllustrationArmadillidium ghardalamensis
Pillenasseln wie diese Art erkennt man sofort an ihrer Fähigkeit, sich bei Gefahr zu einer vollkommen geschlossenen Kugel zusammenzurollen. Diese kleinen Krebstiere (Crustacea) sind faszinierende Bewohner Deines Gartens, die meist verborgen unter Steinen oder im Falllaub leben. Sie besitzen fächerartige Atmungsorgane an der Unterseite, weshalb sie zwingend auf eine feuchte Umgebung angewiesen sind. In Deinem Ökosystem fungieren sie als wichtige Detritusfresser (Zersetzer von abgestorbenem Material), die totes Holz und Laub fressen. Durch diese Verdauungsarbeit wandeln sie Abfälle in wertvollen Humus (fruchtbare Erde) um und geben Nährstoffe an den Boden zurück. Du musst Dir keine Sorgen um Deine lebenden Pflanzen machen, da diese Tiere fast ausschließlich welkes oder bereits zersetztes Material bevorzugen. Um sie zu fördern, solltest Du in schattigen Ecken etwas Totholz oder Laub liegen lassen. Ein zu stark aufgeräumter Garten bietet diesen nützlichen Helfern oft zu wenig Schutz vor Austrocknung. Wenn Du sie beobachtest, siehst Du die biologische Müllabfuhr Deines Gartens bei der Arbeit. Da sie direktes Licht meist meiden, sind sie vor allem in der Dämmerung oder nachts aktiv.
Diese Asseln sind vollkommen harmlos, da sie weder über Gift noch über Beißwerkzeuge verfügen, die die menschliche Haut durchdringen könnten. Sie sind weder für Dich noch für Deine Haustiere gefährlich und verhalten sich gegenüber lebenden Pflanzen im Garten friedlich.
Die Art (Armadillidium ghardalamensis) gehört zur Familie der Rollasseln (Armadillidiidae) innerhalb der Ordnung der Landasseln. Diese taxonomische Einordnung zeigt, dass sie trotz ihrer Lebensweise an Land biologisch zu den Krebstieren gehören. Sie besiedeln bevorzugt kalkreiche, feuchte Lebensräume im Boden oder unter organischen Resten. Als Zersetzer spielen sie eine fundamentale Rolle im Stoffkreislauf, indem sie organisches Material für Mikroorganismen vorbereiten. Ihre Lebensweise ist streng an spezifische Mikroklimata (kleinräumige Klimabedingungen) gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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