Bild folgtKI-generierte IllustrationArmeria maritima subsp. bottendorfensis
Du erkennst die Bottendorfer Grasnelke (Armeria maritima subsp. bottendorfensis) an ihren kugeligen, rosafarbenen Blütenköpfen, die auf unbeblätterten Stielen über dichten, grasartigen Blattpolstern thronen. Diese seltene Unterart ist eine echte Spezialistin für extreme Standorte und bereichert deinen Garten als robuster Überlebenskünstler. Da sie natürlicherweise auf schwermetallhaltigen Böden vorkommt, bringt sie eine faszinierende Genetik in naturnahe Pflanzungen mit. Ihre leichten Samen nutzen den Wind zur Ausbreitung, was sie zu einem dynamischen Bewohner für offene Gartenbereiche macht. Wenn du eine Pflanze suchst, die mit kargen Bedingungen bestens zurechtkommt, ist diese Grasnelke genau die richtige Wahl für dich.
Kompaktes Naturwunder: 16 Zentimeter pure Widerstandskraft für magere Standorte.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist diese Grasnelke besonders durch ihre Ausbreitungsstrategie interessant. Mit einem geringen Diasporengewicht von etwa 1,4 mg sind ihre Samen so leicht, dass sie durch den Wind über weitere Strecken getragen werden können (Fernausbreitung). In deinem Garten besetzt sie ökologische Nischen auf neutralen bis schwach sauren Böden, die für viele andere Pflanzen zu nährstoffarm sind. Da sie Mykorrhiza-Verbindungen (eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM eingeht, trägt sie zur Gesundheit des Bodenlebens bei. Durch ihre frühe Anpassung an kühle, nördliche Klimabedingungen ist sie zudem sehr frosthart.
Die Bottendorfer Grasnelke wird in den Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Es empfiehlt sich, die Pflanze eher in Bereichen zu platzieren, die nicht direkt als Spielfläche dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.156 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bietet.
Boden: Der Boden sollte mager sein (Schwachzehrer). Mische bei Bedarf reichlich Sand oder feinen Kies unter, um die Nährstoffkonzentration niedrig zu halten.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat mäßig feucht (Frischezeiger 4). Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln sonst faulen.
Pflanzzeit: Setze die Grasnelke im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 cm Abstand ein, damit sich die Polster gut entwickeln können.
Pfage: Ein Rückschnitt verblühter Stiele fördert die Vitalität, ist aber für die Selbstaussaat nicht zwingend nötig.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an magere, sonnige Standorte stellt und das Polsterwachstum optisch ergänzt.
Die Bottendorfer Grasnelke gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) und ist innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) eingeordnet. Als Endemit kommt sie natürlicherweise in Deutschland vor, wobei sie als Metallophyt (Pflanze, die auf metallreichen Böden wächst) besonders an die Standorte im Kupferschiefergebiet angepasst ist. Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und bildet Polster aus schmalen Blättern. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.16 m bleibt sie sehr kompakt und ist ideal für die Vordergrundbepflanzung in sonnigen Gartenbereichen geeignet.
1 Video zu Armeria maritima subsp. bottendorfensis
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →