Bild folgtKI-generierte IllustrationArnoseris minima
Auch bekannt als: Hyoseris minima
Du erkennst den Lämmersalat (Arnoseris minima) an seinem sehr niedrigen Wuchs von genau 0,09 m und den grundständigen Blättern, die eine flache Rosette bilden. Als Fachmann schätze ich diese Art besonders, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird und somit eine echte Rarität für deinen Garten darstellt. Die Pflanze ist ein spezialisierter Magerkeitszeiger, der vor allem dort gedeiht, wo andere Arten aufgeben. Mit der Ansiedlung förderst du die Vielfalt auf sandigen Bodenstellen und bietest Kleinstlebewesen einen Lebensraum in lückiger Vegetation. Wenn du diesen kleinen Korbblütler (Asteraceae) kultivierst, leistest du einen direkten Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Rote-Liste-Rarität: Hol dir den seltenen Überlebenskünstler auf deinen Sandboden.
Der Lämmersalat ist aufgrund seines Status als Rote-Liste-Art (Stufe 2) ökologisch höchst bedeutsam für die Erhaltung der regionalen Flora. Durch seine sehr leichten Samen (0,3817 mg) nutzt er die Windausbreitung, um neue Lücken in sandigen Böden zu besiedeln. Er besetzt eine ökologische Nische auf sauren Magerstandorten, die für die meisten Gartenpflanzen zu nährstoffarm sind. Als Korbblütler bietet er Nahrung für spezialisierte Bestäuber, die auf solche Pionierpflanzen angewiesen sind. Auch wenn keine spezifischen Insektennamen in den Daten vorliegen, ist er als heimische Art ein wichtiger Baustein für das Überleben der lokalen Kleintierwelt auf sandigen Standorten. Er fördert somit die Stabilität von Magerbiotopen in deinem Garten.
Bitte beachte, dass der Lämmersalat in den Garteneigenschaften als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, sollten Kinder darauf hingewiesen werden, die Pflanzenteile nicht zu verzehren. Bei Unsicherheiten oder versehentlichem Verzehr größerer Mengen kannst du den Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.087 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens 6 Stunden direkte Sonne erhält.
Bodenbeschaffenheit: Der Boden muss mager und nährstoffarm sein; arbeite bei Bedarf Sand ein, um den Status als Schwachzehrer (Nährstoffwert 3) zu unterstützen.
Bodenreaktion: Achte auf ein saueres Milieu (Reaktionswert 3); kalkhaltige Böden sind für diese Art ungeeignet.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabfluss).
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Ansiedlung ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Pflege: Da die Pflanze nicht verholzt, ist kein Rückschnitt nötig; lass sie im Herbst stehen, damit sie sich versamen kann.
Vermehrung: Die leichten Diasporen (Samen) mit 0,3817 mg Gewicht verbreiten sich durch Wind und sichern den Fortbestand.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, magere und eher saure Standorte.
Der Lämmersalat (Arnoseris minima) ist ein Vertreter der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen oder Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 heimisch war). Sein natürlicher Lebensraum sind kalkfreie, sandige Äcker und Brachen, die als Schwachzehrer (nährstoffarme Standorte) eingestuft werden. Er wächst rein krautig und bleibt mit einer Höhe von 0,09 m sehr unauffällig. Die breitblättrige Rosette und die Anpassung an saure Bodenverhältnisse (Reaktionswert 3) machen ihn zu einem klassischen Bewohner von Pionierstandorten auf mageren Böden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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