
Artemisia absinthium
Auch bekannt als: Gemeiner Wermut, Wermut-Tee, Bitterer Beifuß, Wermutkraut, Alsem
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Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Wermut verrät sich durch seine silbrig-grauen, fein gefiederten Blätter und den intensiven, aromatisch-herben Duft. In deinem Naturgarten ist dieser Halbstrauch – eine Pflanze, die im unteren Bereich verholzt – eine wertvolle Bereicherung, da er als spezialisierte Futterquelle dient. So ist er die Lebensgrundlage für die Raupen des Wermut-Mönchs (Cucullia absinthii) und beherbergt Nützlinge wie den Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata). Mit Wermut holst du dir ein Stück lebendige Tradition in den Garten, das ökologisch punktet. Du wirst staunen, wie viel Leben an diesem grauen Busch herrscht.
Silbriger Duftkünstler und unverzichtbare Kinderstube für den Wermut-Mönch.
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Für die Artenvielfalt ist Wermut ein echter Spezialist. Die Raupen des seltenen Wermut-Mönchs (Cucullia absinthii) und des Schafgarben-Blütenspanners (Eupithecia icterata) sind auf ihn als Futterpflanze angewiesen. Neben diesen Schmetterlingen nutzen Käfer wie der Tanacetum-Blattkäfer (Galeruca tanaceti) und der nützliche Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) die Pflanze als Lebensraum. Nachtfalter wie die Rotbraune Waldrandeule (Mniotype adusta) finden hier ebenfalls Zuflucht. Auch wenn die Blüten klein sind, ist die Pflanze ein wichtiger Baustein im heimischen Ökosystem.
Wermut wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund der starken Bitterstoffe und des ätherischen Öls Thujon sollte er nicht in Gärten für Kleinkinder gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht dank des sehr markanten Duftes und der silbrigen Blattfarbe kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.74 m
Wermut braucht einen vollsonnigen Platz, damit er seine ätherischen Öle ideal entwickeln kann.
Der Boden sollte trocken sein, aber reichlich Nährstoffe bieten – er ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf).
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November bei offenem Boden.
Halte etwa 50 bis 60 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen, da er recht ausladend wird.
Ein kräftiger Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert einen kompakten, buschigen Austrieb.
Im Winter dient das Astwerk als wichtiger Strukturgeber für das Gartenbild.
Da er tief wurzelt, verträgt er sommerliche Trockenperioden problemlos.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte und bilden ein ökologisch wertvolles Gespann für Raupen und Käfer.
Der Wermut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt heimisch, also als Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas 1492 eingeführt wurde. Er wächst bevorzugt an sonnigen, trockenen Standorten, benötigt aber im Gegensatz zu vielen anderen Trockenkünstlern einen nährstoffreichen Boden. Morphologisch besticht er durch seinen buschigen Wuchs und die eher unscheinbaren, gelblichen Blütenrispen. In der freien Landschaft findet man ihn oft auf Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenflächen).
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock
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