Bild folgtKI-generierte IllustrationArtemisia maritima
Auch bekannt als: Strandwermut
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An seinem silbrig-grauen, fein zerteilten Laub und dem typisch würzigen Duft lässt sich der Strand-Beifuß (Artemisia maritima) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt dieser kleine, verholzte Strauch eine wichtige Rolle als Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter. Besonders Raupen wie die des Beifuß-Mönchs (Cucullia absinthii) sind auf ihn angewiesen. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,38 m passt er wunderbar in Beetecken, die ein wenig Küstenflair vertragen können. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch im Spätsommer noch Struktur liefert und ökologisch wertvoll ist, liegst du hier genau richtig.
Silberner Küstenflair: Unentbehrliche Kinderstube für den seltenen Beifuß-Mönch.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Strand-Beifuß eine unentbehrliche Raupenfutterpflanze für mehrere spezialisierte Falterarten. Er dient unter anderem dem Wolfsmilch-Ringelspinner (Malacosoma castrensis) und dem Beifuß-Mönch (Cucullia absinthii) als lebensnotwendige Nahrungsgrundlage. Auch die Flugsand-Kräuterflur-Erdeule (Agrotis ripae), der Astern-Mönch (Cucullia asteris) und der Mondfleckige Blütenspanner (Eupithecia centaureata) profitieren von seinen Beständen. In der späten Blütezeit zwischen September und Oktober füllt er eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot. Seine sehr leichten Samen (0,6124 mg) verbreiten sich über den Wind und können so auch entferntere Gartenbereiche besiedeln.
Der Strand-Beifuß ist als nicht kindersicher eingestuft. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher Vorsicht geboten. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Sep – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.375 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Sonne pur: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), da die Pflanze für ihre silbrige Ausfärbung maximale direkte Sonne benötigt.
Bodenfeuchte: Halte die Erde frisch (mäßig feucht), vermeide aber stehendes Wasser.
Nährstoffe: Als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) gedeiht er am besten auf nährstoffreichem, fettem Boden.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen / basischen Boden, da die Art empfindlich auf zu saure Bedingungen reagiert.
Pflanzzeit: Setze den Strand-Beifuß im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Wuchs beachten: Die Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0,38 m und wächst eher kompakt und buschig.
Rückschnitt: Da der Strauch verholzt, solltest du ihn im zeitigen Frühjahr leicht zurückschneiden, um den Neuaustrieb zu fördern.
Pflanzpartner: Die Strand-Aster (Aster tripolium) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen Standortansprüche an Salzgehalt und Nährstoffe stellt.
Der Strand-Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland und Österreich ist er indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise die Küstenregionen sowie Salzstellen im Binnenland. Er wächst als verholzter Strauch und zeigt eine deutliche Anpassung an windexponierte, sonnige Standorte. Die Blätter sind durch ihre dichte Behaarung silbrig schimmernd, was die Verdunstung effektiv reduziert. Er bevorzugt kalkhaltige / basische Böden (Reaktion 8) und ist ein typischer Vertreter der Salzpflanzenfluren.
3 Videos zu Strand-Beifuß



5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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