Bild folgtKI-generierte IllustrationArtemisia tournefortiana
Auch bekannt als: Artemisia tournefortiana
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Armenischen Beifuß (Artemisia tournefortiana) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze fällt sofort durch ihren aufrechten Wuchs und die fein gegliederten, breitblättrigen Blätter auf. Als spätblühender Korbblütler ist er im Naturgarten besonders wertvoll, da er dann Nahrung bietet, wenn viele andere Stauden bereits verblühen. Von seinen Blüten profitieren gezielt Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Berg-Scheckenfalter (Melitaea varia). Du holst dir mit ihm einen robusten Spätsommer-Blüher in den Garten, der mit wenig Aufwand eine große Wirkung für die Artenvielfalt erzielt. Schau genau hin, welche Falter sich an den unscheinbaren Blüten einfinden.
Späte Blütezeit: Ein wertvoller Magnet für seltene Scheckenfalter im Spätsommer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Beifuß eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Ostöstliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Berg-Scheckenfalter (Melitaea varia) fliegen die Pflanze gerne an. Auch seltenere Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen das Angebot. Da die Blütezeit erst im August und September liegt, schließt die Pflanze eine Versorgungslücke für Insekten im Spätsommer. Im Winter dienen die Samenreste zudem als Nahrung für heimische Singvögel.
Bitte beachte, dass der Armenische Beifuß als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du ihn daher mit Bedacht platzieren und darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Für Haustiere ist er ebenfalls nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.715 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht (Lichtwert 8).
Der Boden sollte nährstoffreich und „fett“ sein, da die Pflanze als Starkzehrer einen hohen Nährstoffbedarf hat.
Achte auf eine mäßig feuchte (frische) Bodenbeschaffenheit, vermeide aber Staunässe.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Halte beim Einsetzen einen Pflanzabstand von etwa 40 cm ein, damit sich das Kraut gut ausbreiten kann.
Ein Rückschnitt ist im späten Winter sinnvoll, bevor der neue Austrieb im Frühjahr beginnt.
Da er nicht verholzt, zieht sich die Pflanze über den Winter komplett in den Boden zurück.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie ist ebenfalls ein Korbblütler, liebt die Sonne und ergänzt das feine Laubbild ökologisch sinnvoll.
Der Armenische Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) bekannt. Er wächst bevorzugt an sonnigen, warmen Standorten und besiedelt oft nährstoffreiche Böden. Botanisch zeichnet er sich durch seine krautige, nicht verholzende Struktur aus und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,72 m. Eine Besonderheit ist seine Symbiose mit Bodenpilzen, die sogenannte arbuskuläre Mykorrhiza (AM), welche die Nährstoffaufnahme der Pflanze im Wurzelbereich verbessert.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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