Bild folgtKI-generierte IllustrationArtemisia verlotiorum
Auch bekannt als: Verlotscher Beifuß, Kamtschatka-Beifuß, Verlot-Beifuß
Wer Verlots Beifuß (Artemisia verlotiorum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit einer beeindruckenden Wuchshöhe von genau 1.84 m und seinem strauchartigen, verholzten Wuchs ist er eine stattliche Erscheinung im Garten. Da er erst sehr spät im Jahr von September bis November blüht, bietet er in einer Zeit Struktur und Präsenz, in der viele andere Stauden bereits einziehen. Er zeigt dir als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) zudem genau an, wo dein Gartenboden besonders gehaltvoll ist. Wenn du eine robuste Pflanze für den Hintergrund suchst, die auch im Spätherbst noch Vitalität ausstrahlt, solltest du ihm einen Platz an der Sonne gönnen.
Der herbstliche Riese: Mit 1.84 m Höhe und später Blüte ein echtes Rückgrat.
Die ökologische Bedeutung dieses Beifußes liegt vor allem in seiner späten Blütezeit zwischen September und November. In diesen Monaten ist das allgemeine Blütenangebot in unseren Gärten oft schon stark dezimiert, weshalb spätblühende Arten eine wichtige zeitliche Nische besetzen. Da er als Starkzehrer viel Biomasse aufbaut und verholzt, bietet er über die Wintermonate wertvolle Strukturen und Rückzugsorte im Garten. Da er wärmeliebend ist, kommt er gut mit den steigenden Temperaturen in unseren Regionen zurecht und bleibt auch bei sommerlicher Hitze stabil.
Bitte beachte, dass Verlots Beifuß als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du ihn so platzieren, dass er nicht unmittelbar für Entdeckungsreisen zugänglich ist. Auch bei Haustieren ist Vorsicht geboten, da der Kontakt oder Verzehr nicht empfohlen wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Sep – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.842 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, er benötigt viel direktes Sonnenlicht für eine gute Entwicklung.
Ellenberg Feuchte 6: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein; achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet.
Ellenberg Nährstoffe 7: Als Starkzehrer braucht er einen fetten, nährstoffreichen Boden; arbeite bei der Pflanzung gern etwas reifen Kompost ein.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz ein, da die Pflanze eine Höhe von 1.84 m erreicht.
Pflanzzeit: Setze ihn idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Rückschnitt: Da er verholzt, kannst du ihn im zeitigen Frühjahr in Form bringen, um einen dichten Habitus (Erscheinungsbild) zu fördern.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) passt hervorragend, da sie ebenfalls nährstoffreiche Böden schätzt und mit ihren blauen Blüten einen schönen Kontrast zum Laub des Beifußes bildet.
Verlots Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb der Gattung Artemisia als verholzter Strauch einzuordnen. Ursprünglich als Neophyt (gebietsfremde Pflanze) eingeführt, gilt er heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etabliert. Er besiedelt bevorzugt Standorte mit neutralem bis schwach saurem Boden und liebt die Wärme. Morphologisch (formkundlich) zeichnet er sich durch seine breitblättrigen Blätter mit einer Fläche von etwa 1333 mm² aus, was ihn deutlich von feiner gefiederten Verwandten unterscheidet.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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