Bild folgtKI-generierte IllustrationAsarum europaeum var. europaeum
Du erkennst die Haselwurz (Asarum europaeum var. europaeum) an ihren nierenförmigen, ledrig-glänzenden Blättern, die wie kleine dunkelgrüne Schilde dicht über dem Boden liegen. Diese heimische Staude ist ein hervorragender Bodendecker für schattige Bereiche, da sie die Humusschicht (die oberste, nährstoffreiche Erdschicht) vor dem Austrocknen schützt. Da sie wintergrün bleibt, bietet sie das ganze Jahr über einen geschützten Lebensraum für nützliche Bodenorganismen. Auch ohne auffälligen Blütenstand trägt sie wesentlich zur Stabilität des Mikroklimas in deinem Schattengarten bei. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch unter dichten Bäumen gedeiht, triffst du mit ihr die richtige Wahl.
Immergrüner Bodenschutz im Schatten: Die 0,07 Meter kleine Kraft der Haselwurz.
Die Haselwurz übernimmt im Garten die wichtige Rolle der Bodenbeschattung. Durch ihre dichte Blattstruktur bewahrt sie die Feuchtigkeit im Untergrund, was dem Bodenleben zugutekommt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten sind zwar keine spezifischen Insektenbeziehungen gelistet, doch ihre Blüten bieten Schutz für bodennahe Kleintiere. Die Samen haben ein leichtes Diasporengewicht von 3,5633 mg, was laut Datenlage eine Fernausbreitung ermöglicht. Da sie auch im Winter grün bleibt, dient sie als ganzjährige Deckung für Kleinstlebewesen in der Laubschicht. Ihre Präsenz fördert ein gesundes Waldgarten-Ökosystem.
Die Haselwurz ist nach aktuellen Daten nicht kindersicher. Da die Pflanze Inhaltsstoffe enthält, die bei Kontakt oder Verzehr problematisch sein können, sollten Kinder und Haustiere von ihr ferngehalten werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Trage beim Einpflanzen oder Teilen der Staude vorsorglich Gartenhandschuhe.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.074 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 3: Pflanze sie an einen schattigen Ort, idealerweise unter Gehölze oder an die Nordseite des Hauses.
Feuchtewert 6: Achte auf einen frischen, mäßig feuchten Boden ohne Staunässe.
Bodenreaktion 8: Die Haselwurz benötigt zwingend kalkhaltigen oder basischen Boden zum Gedeihen.
Nährstoffwert 5: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ausreichend; etwas Laubkompost fördert das Wachstum.
Wuchshöhe: Die Pflanze bleibt mit genau 0.07 m extrem flach am Boden.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflanzabstand: Halte etwa 15 bis 20 cm Abstand ein, um einen dichten Teppich zu erzielen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Blätter im Winter grün bleiben und Schutz bieten.
Gute Partnerin: Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) ist eine ideale Begleiterin, da es die gleichen kalkreichen Schattenstandorte bevorzugt.
Die Haselwurz gehört zur Familie der Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae) und ist in Deutschland weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Laubmischwälder, weshalb sie im Garten besonders gut auf basenreichen Böden gedeiht. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren kriechenden Wurzelstock und die fast am Boden sitzenden, braunroten Blüten aus. Als krautige Pflanze verholzt sie nicht, bleibt aber durch ihre wintergrünen Blätter ganzjährig präsent. Mit einer Blattfläche von 2991,83 mm² pro Blatt bildet sie schnell geschlossene Bestände aus.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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