Bild folgtKI-generierte IllustrationCynanchica neilreichii
Auch bekannt als: Cynanchica neilreichii
An ihren zarten, weißen bis rötlichen Blütenröhren und den schmalen, fast nadelartigen Blättern lässt sich der Kärntner Meier (Cynanchica neilreichii) sofort erkennen. Diese seltene Art ist ein wahrer Spezialist für kühle, kalkreiche Standorte und bringt die ursprüngliche Artenvielfalt der Bergwelt direkt in deinen Garten. Da er auf mageren Böden gedeiht, hilft er dabei, ökologisch wertvolle Nischen zu besetzen, die für spezialisierte Insekten in montanen Lagen überlebenswichtig sind. Wer diesen langlebigen Bewohner einmal im Steingarten hat, schätzt seine Genügsamkeit und seinen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Wenn du einen sonnigen Platz mit Kalkstein hast, triffst du mit diesem Meier genau die richtige Wahl für dein Naturparadies.
Alpine Kostbarkeit für Kalkstandorte: Genügsam, selten und ökologisch wertvoll.
Der Kärntner Meier besetzt als Spezialist für kalkhaltige Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) eine wichtige ökologische Nische in kühleren Regionen. Er dient als verlässliche Nahrungsquelle für Bestäuber, die an alpine oder montane Bedingungen angepasst sind. Durch seine Vorliebe für extrem basische Böden fördert er eine spezialisierte Artenvielfalt, die auf herkömmlichen, oft überdüngten Gartenböden keine Überlebenschance hätte. Als heimische Art trägt er zur Stabilisierung regionaler Ökosysteme bei und fungiert als Trittsteinbiotop zwischen natürlichen Felsstandorten und Siedlungsräumen. Seine Anwesenheit im Garten fördert gezielt Insekten, die auf nährstoffarme Mikrolebensräume angewiesen sind.
Aufgrund der Einstufung als nicht kindersicher solltest du beim Kärntner Meier Vorsicht walten lassen, wenn kleine Kinder in deinem Garten spielen. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8) mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Der Boden muss zwingend kalkhaltig oder basisch sein (Reaktionswert 10); arbeite bei Bedarf Kalksplitt in die Erde ein.
Achte auf eine moderate Bodenfeuchte (frisch), vermeide aber Staunässe durch eine gute Drainage.
Da die Pflanze ein Schwachzehrer ist, darfst du sie nicht düngen, um ihren natürlichen Wuchs zu erhalten.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit sich die Polster gut entwickeln können.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; das Stehenlassen der Triebe schützt die Pflanze im Winter.
Gute Partnerin: Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) – es bevorzugt ebenfalls kalkreiche, magere Standorte und ergänzt die Wuchsform des Meiers ideal.
Der Kärntner Meier gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind kalte, alpine oder nördlich geprägte Standorte, wobei er bevorzugt auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an kalkhaltigen Felsrändern siedelt. Botanisch zeichnet er sich durch seine quirlständigen Blätter und die für die Gattung typischen trichterförmigen Blüten aus. Er ist ein ausgeprägter Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden wächst), was ihn zu einem wichtigen Bestandteil spezialisierter Pflanzengesellschaften macht.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →