
Asperula tinctoria
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Typisch für den Färber-Meier (Asperula tinctoria) sind die filigranen, weißen Blütenrispen und die breitblättrigen, in Quirlen (ringförmig um den Stängel angeordneten) Blätter. Als seltene Art der Roten Liste (Stufe 3: Gefährdet) ist er eine echte Bereicherung für deinen Garten, wenn du Wert auf den Erhalt unserer heimischen Flora legst. Er besetzt die ökologische Nische auf kalkreichen Standorten, die viele andere Pflanzen meiden. Seine leichten Samen nutzen den Wind zur Ausbreitung, was ihn zu einem spannenden Wanderer im Beet macht. Vielleicht ist er genau das Puzzleteil, das deinem Kalk-Standort noch fehlt?
Gefährdete Schönheit: Der Färber-Meier bringt seltenen Artenschutz in deinen Garten.
Durch seine Einstufung in der Roten Liste (Kategorie 3: Gefährdet) leistet jeder gepflanzte Färber-Meier einen direkten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Er fungiert als Spezialist für basenreiche Standorte und fördert die biologische Vielfalt in kalkgeprägten Pflanzengesellschaften. Seine Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen nur 1,14 mg und sind damit ideal für die Windausbreitung geeignet. Dies ermöglicht es der Art, neue Lebensräume in deiner Gartenumgebung eigenständig zu erschließen. Da er seit Jahrhunderten als Archäophyt bei uns heimisch ist, ist er perfekt in das lokale Ökosystem integriert. Als Schwachzehrer entzieht er dem Boden zudem kaum Nährstoffe.
Der Färber-Meier (Asperula tinctoria) ist als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher nicht in unmittelbarer Nähe von Spielflächen für Kinder gepflanzt werden. Im Falle eines unbeabsichtigten Verzehrs kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.438 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), wo die Pflanze ausreichend Helligkeit bekommt.
Boden: Das Substrat sollte kalkhaltig (basisch) und nährstoffarm (Magerboden) sein.
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (frisch), vermeide aber Staunässe.
Pflanzzeit: Setze den Färber-Meier im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei zu nährstoffreichem Boden solltest du Sand einarbeiten, um ihn abzumagern.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre leichten Samen über den Wind, lass die Samenstände daher nach der Blüte unbedingt stehen.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für Kalk und ergänzt die weiße Blüte durch ihre violetten Farben im Spätsommer.
Der Färber-Meier (Asperula tinctoria) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.44 m bleibt er eher kompakt und bildet als ausdauernde, krautige Pflanze keine verholzten Triebe aus. Charakteristisch sind die vierzähligen Blüten und die für diese Gattung vergleichsweise breiten Blätter.
2 Videos zu Färber-Meier
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Peter Oetelshofen / Adobe Stock / AdobeStock_1399707023
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