Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium adiantum-nigrum
Auch bekannt als: Schwarzstieliger Streifenfarn
Artengruppe
Typisch für den Schwarzstieligen Streifenfarn (Asplenium adiantum-nigrum) sind seine glänzenden, tief dunkelbraun bis schwarz gefärbten Blattstiele, die in einem starken Kontrast zu den sattgrünen, dreieckigen Wedeln stehen. Als Bewohner von Felsspalten und alten Mauern ist dieser Farn ein unverzichtbarer Spezialist für die vertikale Gestaltung deines Naturgartens. Da die Art in der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Erhalt einer selten gewordenen Pflanzengruppe. Er besetzt ökologische Nischen, die für die meisten anderen Pflanzen zu karg sind. Wenn du schattige Steinelemente oder eine Trockenmauer hast, solltest du diesem heimischen Überlebenskünstler unbedingt einen Platz anbieten.
Gefährdeter Mauerspezialist: Der Schwarzstielige Streifenfarn belebt Steine.
Nach aktuellen ökologischen Daten sind Farne wie dieser wichtige Bestandteile spezialisierter Pflanzengesellschaften in Felsspalten. Da er keine Blüten im klassischen Sinne bildet, sondern sich über Sporen vermehrt, bietet er zwar keinen Nektar, dient aber als wertvoller Mikrohabitat für kleine Wirbellose wie Spinnen oder Asseln. Seine Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0.0 mg extrem leicht, was eine effiziente Windausbreitung über weite Strecken ermöglicht. Als gefährdete Art (Rote Liste 3) ist seine Erhaltung im Garten von hoher naturschutzfachlicher Bedeutung. Er fungiert als Trittsteinbiotop für die Vernetzung isolierter Fels- und Mauerstandorte in der Kulturlandschaft.
Der Schwarzstielige Streifenfarn wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er potenzielle Reizstoffe enthalten kann, sollten keine Pflanzenteile verzehrt werden. Falls Kinder oder Haustiere dennoch davon gekostet haben, ist Vorsicht geboten; im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 zu kontaktieren.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.293 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen halbschattigen Platz, idealerweise an einer Nordmauer oder im kühlen Schatten von Gehölzen.
Der Boden muss ein Schwachzehrer-Substrat sein (magerer Boden), der kaum zusätzliche Nährstoffe enthält.
Achte darauf, dass der Standort frisch (mäßig feucht) bleibt, aber überschüssiges Wasser gut abfließen kann.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Berücksichtige bei der Planung die Wuchshöhe von genau 0.29 m, damit er nicht von größeren Nachbarn überwachsen wird.
Eine Düngung ist nicht notwendig und würde der Pflanze eher schaden.
Vermehrung erfolgt natürlich über Sporen, die im Spätsommer reifen.
Gute Partnerin: Die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) – sie hat identische Standortansprüche und besiedelt gemeinsam mit ihm natürliche Felsfluren.
Der Schwarzstielige Streifenfarn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind schattige Felsen, Mauern und seltener lichte Wälder, wobei er als Schwachzehrer (Pflanze für nährstoffarme Böden) gilt. Morphologisch zeichnet er sich durch seine doppelt bis dreifach gefiederten Blätter aus, die eine charakteristische Dreiecksform aufweisen. Trotz seines zarten Aussehens ist er robust und an das Überleben in extremen Kleinklimata von Gesteinsritzen angepasst.
1 Video zu Schwarzstieliger Streifenfarn (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →