Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium murbeckii
Auch bekannt als: Asplenium murbeckii
An ihren gabelig verzweigten, fast fingerartigen Wedeln lässt sich Asplenium murbeckii sofort erkennen. Dieser seltene Farn ist ein hochspezialisierter Bewohner von Gesteinsspalten und bringt echtes Bergflair in deinen Garten. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt sein Hauptwert im Naturgarten in der Begrünung von Extremstandorten wie Trockenmauern, wo er Kleinstlebewesen wichtigen Schutz bietet. Er zeigt eindrucksvoll, dass selbst der kargste Stein zum Lebensraum werden kann. Wenn du eine alte Mauer hast, die etwas Leben vertragen könnte, ist dieser Farn die perfekte Wahl für dich.
Seltener Felsenkünstler: Ein Überlebensexperte für deine kalkfreien Mauerspalten.
Da für diese spezifische Art keine Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, ist seine Rolle im Ökosystem vor allem als Nischenbesetzer zu verstehen. In den engen Spalten, die er bewohnt, finden winzige Gliedertiere wie Springschwänze oder Milben ein stabiles Mikroklima. Da der Farn wintergrün ist, bietet er auch in der kalten Jahreszeit Deckung für Kleinstlebewesen an sonst kahlen Steinwänden. Er trägt somit zur strukturellen Vielfalt im Garten bei, indem er vertikale Flächen biologisch belebt. In einem ökologisch geführten Garten ist er ein wichtiger Baustein für die Biodiversität spezialisierter Mauergesellschaften.
Asplenium murbeckii wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Farne enthält die Pflanze Inhaltsstoffe, die bei Verzehr Unwohlsein auslösen können, und die Sporen können bei Hautkontakt reizend wirken. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in einer Mauerfuge oder im Steingarten, idealerweise im Halbschatten.
Achte auf ein kalkarmes, steinig-sandiges Substrat, da der Farn empfindlich auf zu viel Kalk reagiert.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Sorge für einen sehr guten Wasserabzug; Staunässe führt schnell zu Fäulnis an den Wurzeln.
Einmal eingewurzelt, ist der Farn sehr trockenheitsresistent und braucht keine zusätzliche Düngung.
Lasse die vertrockneten Wedel über den Winter stehen, um das Herz der Pflanze vor Frost zu schützen.
Vermehrung erfolgt in der Natur über Sporen, im Garten ist er jedoch eher ein treuer Dauergast als ein Ausbreitungskünstler.
Gute Partnerin: Die Nordische Streifenfarn (Asplenium septentrionale) — sie hat die gleichen Ansprüche an kalkfreien Stein und ergänzt das filigrane Bild in der Mauerspalte.
Asplenium murbeckii gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist eine seltene, natürliche Hybride. Man findet ihn in Mitteleuropa vor allem auf kalkarmen Gesteinen oder silikatischem Mauerwerk (Gestein mit hohem Quarzanteil). Morphologisch zeichnet er sich durch seine ledrigen, wintergrünen Wedel aus, die eine Zwischenform seiner Elternarten darstellen. Als Epilith (Pflanze, die direkt auf Stein wächst) besiedelt er Nischen, die für die meisten anderen Pflanzenarten unzugänglich sind.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →