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Asplenium ruta-muraria x trichomanes
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Wer (Asplenium ruta-muraria x trichomanes) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die winzigen, ledrigen Wedel bilden dichte Rosetten in den schmalsten Gesteinsfugen. Dieser Farn ist ein Spezialist für vertikale Lebensräume und besiedelt Orte, an denen kaum eine andere Pflanze überlebt. Er ist besonders für Gartenbesitzer mit alten Mauern oder Steingärten wertvoll, da er zur natürlichen Begrünung von Bauwerken beiträgt. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Sporen, die der Wind kilometerweit tragen kann. Mit seinem bescheidenen Platzbedarf passt er in die kleinste Nische. So gestaltest du auch karge Bereiche deines Gartens ökologisch sinnvoll.
Extremsportler für die Mauer: Besiedelt kleinste Ritzen mit nur 8 cm Wuchshöhe.
Als Farn produziert dieser Überlebenskünstler weder Nektar noch Pollen, weshalb er keine direkte Nahrungsquelle für klassische Bestäuber darstellt. Seine ökologische Bedeutung liegt in der Besiedlung von extremen Kleinstlebensräumen an Gestein. Die Ausbreitung der Art ist hocheffizient, da das Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) bei 0,0 mg liegt, wodurch die Sporen durch Wind über weite Strecken getragen werden. In den dichten Wedelrosetten finden kleinste Wirbellose Schutz vor Austrocknung und Fressfeinden. So trägt er zur biologischen Vielfalt an Mauern und in Steingärten bei, wo er als Pionierpflanze die Grundlage für weitere Besiedlungen schafft.
Diese Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,08 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Dieser Farn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist eine natürliche Hybride zwischen der Mauerraute und dem Braunstieligen Streifenfarn. In Mitteleuropa besiedelt er bevorzugt kalkhaltiges Gestein und Sekundärstandorte (vom Menschen geschaffene Lebensräume) wie Mörtelfugen alter Steinmauern. Mit einer Blattfläche von nur 143,79 mm² pro Wedel ist er perfekt an Standorte mit minimalem Wasserangebot angepasst. Seine Fortpflanzung erfolgt über mikroskopisch kleine Sporen, die an der Blattunterseite in sogenannten Sori (Sporenkapselhäufchen) reifen und durch den Wind verbreitet werden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.