Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium seelosii
Du erkennst den Dolomit-Streifenfarn (Asplenium seelosii) an seinen winzigen, tief dreiteilig gespaltenen Wedeln, die meist kaum größer als ein Daumennagel sind. Diese botanische Rarität ist perfekt für dich, wenn du spezialisierten Arten aus Felsregionen ein Zuhause geben willst, da sie in der Natur extrem selten vorkommt (Rote Liste R). Da er keine Blüten bildet, verbreitet er sich über winzige Sporen durch den Wind. In deinem Steingarten fördert er die Vielfalt in Nischen, die für andere Pflanzen zu karg sind. Traust du dich an diesen winzigen Überlebenskünstler heran?
Botanisches Juwel für Kalksteinmauern: Nur 5 cm groß und extrem selten.
Als Felsspaltenbewohner ist dieser Farn ein hochspezialisierter Nischenbesetzer. Nach aktuellen Daten werden die extrem leichten Sporen (0,0 mg) durch den Wind verbreitet, was die Besiedlung isolierter Felswände ermöglicht. Da er zur Roten Liste (Status R) gehört, ist sein Erhalt im Garten ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz. Insekten profitieren indirekt, da die dichten Wedelstrukturen in Mauerfugen Schutzraum für winzige Gliedertiere bieten. Da Farne keine Blüten besitzen, entfällt ein Nektarangebot für Bestäuber, doch als indigener Bestandteil der Felsflora ist er für das ökologische Gleichgewicht an Steinstandorten unverzichtbar.
Der Dolomit-Streifenfarn wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund seiner Seltenheit und der speziellen Wuchsform in schmalen Felsspalten solltest du ihn so platzieren, dass er für Kinder und Haustiere nicht direkt zugänglich ist. Spezifische Giftigkeitsdaten liegen für diese Art nicht vor, dennoch ist beim Umgang in Gärten mit Kleinkindern grundsätzlich Vorsicht bei Nicht-Nahrungspflanzen geboten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.049 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen halbschattigen Platz, geschützt vor der prallen Mittagssonne.
Setze ihn in extrem mageren (nährstoffarmen) Boden, am besten direkt in vertikale Felsritzen.
Achte auf ein kalkhaltiges / basisches Substrat (Reaktionswert 8), idealerweise unter Verwendung von Dolomitgestein.
Der Standort sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei der Farn in tiefen Spalten auch trockene Phasen gut übersteht.
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte die geringe Wuchshöhe von 0,05 m im Blick und vermeide Konkurrenz durch wüchsige Nachbarpflanzen.
Eine Düngung ist nicht notwendig, da die Art als Schwachzehrer an karge Nischen angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) – sie besiedelt ähnliche Kalkfugen und unterstreicht den alpinen Charakter deines Gartens ökologisch sinnvoll.
Der Dolomit-Streifenfarn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist in den Alpenregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Er besiedelt als indigene (ursprüngliche) Art bevorzugt kalkhaltige Felsspalten, besonders an Dolomitgestein. Mit einer exakten Wuchshöhe von 0,05 m gehört er zu unseren kleinsten Farnen. Seine Morphologie ist perfekt an xerotherme (trockene und warme) Standorte angepasst, wobei er als Schwachzehrer (Pflanze für nährstoffarme Böden) mit minimalsten Ressourcen auskommt.
1 Video zu Dolomit-Streifenfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →