Bild folgtKI-generierte IllustrationAstragalus frigidus subsp. frigidus
Auch bekannt als: Astragalus frigidus subsp. frigidus
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Gletscher-Tragant (Astragalus frigidus subsp. frigidus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen charakteristischen fiederteiligen Blättern und dem kompakten Wuchs ist er eine Besonderheit für kühlere Gartenbereiche. Als heimische Wildpflanze spielt er eine wichtige Rolle für spezialisierte Insekten, wie den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma), der hier wertvolle Nahrung findet. Auch seltene Bläulinge wie Polyommatus fulgens steuern diese Pflanze gezielt an. Wenn du ein Stück alpine Natur in deinen Garten holen und gleichzeitig den Artenschutz unterstützen möchtest, liegst du mit dieser Wahl genau richtig. Du förderst damit gezielt Arten, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Platz finden.
Kompakter Gebirgsheld: 20 Zentimeter Lebenskraft für seltene Bläulinge.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Gletscher-Tragant eine unverzichtbare Futterquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) nutzt die Blüten als Nektarquelle. Auch seltenere Arten wie Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae sind auf diese Pflanze angewiesen. Durch seinen Wuchs bietet er zudem Schutz für Kleinstlebewesen in Bodennähe. Da die Pflanze Hülsenfrüchte ausbildet, liefert sie nach der Blüte proteinreiche Samen, die von verschiedenen bodenlebenden Tieren genutzt werden können. Er trägt somit wesentlich zur Stabilität kleiner, spezialisierter Ökosysteme in deinem Garten bei.
Bitte beachte, dass der Gletscher-Tragant als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Sollte es dennoch zu einer Aufnahme kommen, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. In einem naturnahen Garten sollte er daher an einer Stelle stehen, die nicht direkt als Spielfläche genutzt wird.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.203 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort, der kühl und eher feucht ist, da die Pflanze an Gebirgsklima angepasst ist.
Achte auf einen kalkhaltigen Boden, der jedoch eine gute Drainage (Wasserabfluss) aufweisen muss.
Pflanze den Tragant im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte bei der Pflanzung einen Abstand von etwa 20 cm ein, da die Pflanze nur 0,2 m hoch wird.
Bereite den Boden vor, indem du bei schweren Böden etwas Sand oder feinen Kies einarbeitest.
Da die Pflanze Mykorrhiza (Wurzelpilze) nutzt, verzichte auf mineralischen Dünger, um die Symbiose nicht zu stören.
Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht zwingend erforderlich; die Pflanzenteile dienen im Winter als natürlicher Schutz.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt ähnliche Standortansprüche und ergänzt das ökologische Angebot im Steingarten.
Der Gletscher-Tragant gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales) zur Gattung Tragant. In der Region ist er vor allem in den Alpen und höheren Mittelgebirgen heimisch, wo er kalkhaltige, eher feuchte Standorte besiedelt. Er ist eine ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend) und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,2 m. Eine Besonderheit ist seine Lebensweise mit der Arbuskulären Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme), die ihm das Überleben in kargen Gebirgslagen ermöglicht.
1 Video zu Gletscher-Tragant

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →