Bild folgtKI-generierte IllustrationAstragalus glycyphyllos subsp. glycyphyllos
Auch bekannt als: Astragalus glycyphyllos subsp. glycyphyllos
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Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Süßen Tragant einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze verrät sich durch ihre kräftigen, niederliegenden Stängel und die blassgelben bis grünlichen Schmetterlingsblüten, die in dichten Trauben stehen. Als heimischer Hülsenfrüchtler ist er eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da er Stickstoff im Boden anreichert und so die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise verbessert. Besonders seltene Gäste wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) oder der Zwergbläuling (Cupido minimus) finden hier eine wichtige Lebensgrundlage. Mit seiner stattlichen Erscheinung füllt er Lücken im Staudenbeet und an Gehölzrändern zuverlässig aus. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologischen Nutzen mit einer urigen Optik verbindet, ist diese Art genau richtig für dich.
Urwüchsige Kraft für Hummeln und seltene Bläulinge auf genau 0,72 Metern.
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Diese Pflanze ist eine wahre Magnetwirkung für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Glänzende Bläuling (Polyommatus fulgens) und der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) direkt von den Blüten. Auch für Hummeln ist der Süße Tragant eine unverzichtbare Tankstelle: Die Erdhummel (Bombus terrestris), die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) gehören zu den regelmäßigen Besuchern. Selbst kleinere Wildbienen wie der Zwergbläuling (Cupido minimus) nutzen das reiche Angebot. Die schweren Samen mit einem Gewicht von etwa 5.1626 mg verbreiten sich über kurze Distanzen oder durch Tiere, was zur Stabilität des lokalen Ökosystems beiträgt. Als Wirtspflanze dient sie zudem als wichtige Kinderstube für Raupen verschiedener Bläulingsarten.
In der Gartenplanung ist zu beachten, dass der Süße Tragant laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Da er für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren Risiken bergen kann, sollte er mit Bedacht platziert werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs von Pflanzenteilen ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar. Die Pflanze ist ein Charaktergewächs unserer Natur, aber kein Naschwerk.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.715 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise an einem Gehölzrand oder in einer Wildstaudenhecke.
Der Boden sollte nährstoffreich und kalkhaltig sein; schwere Lehmböden verträgt die Pflanze gut.
Pflanzzeit im Frühling ist von März bis Mai, im Herbst von September bis November bei offenem Boden.
Halte beim Pflanzen ausreichend Abstand, da die Triebe sich gern flach ausbreiten und Platz beanspruchen.
Da die Art eine Wuchshöhe von 0.72 m erreicht, benötigt sie keine Stütze, freut sich aber über Ruhe am Standort.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter möglich, wobei das Stehenlassen der Stängel im Winter Unterschlupf für Insekten bietet.
Die Vermehrung erfolgt meist durch die schweren Samen, die in der Nähe der Mutterpflanze zu Boden fallen.
Gute Partnerin: Der Wirbeldost (Clinopodium vulgare) – beide teilen sich den Lebensraum am Waldsaum und ergänzen sich in der Blütezeit wunderbar.
Der Süße Tragant (Astragalus glycyphyllos subsp. glycyphyllos) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland weit verbreitet und indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder, Säume (Übergangsbereiche zwischen Wald und Offenland) und Gebüsche auf eher kalkhaltigen Böden. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.72 m und bildet oft teppichartige Bestände aus. Auffällig sind die unpaarig gefiederten Blätter, deren Einzelblättchen eine elliptische Form haben und dem Gebüsch ein fast tropisches Aussehen verleihen.
1 Video zu Süßer Tragant

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →