Bild folgtKI-generierte IllustrationAthamanta cortiana
Mit ihren fein zerteilten, fast farnartigen Blättern fällt Athamanta cortiana sofort auf. Du erkennst diesen Doldenblütler (Apiaceae) zudem an den filigranen, weißen Blütenständen, die wie kleine Schirme über dem dichten Laubteppich schweben. Für den Naturgarten ist sie ein wertvoller Baustein, da sie an extrem trockenen Standorten gedeiht, wo viele andere Pflanzen aufgeben würden. Da sie in der freien Natur eher selten vorkommt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Wenn du einen sonnigen, steinigen Platz im Garten hast, wird diese robuste Spezialistin dich nicht enttäuschen.
Heimische Rarität: Die grazile Spezialistin für sonnige Kalk-Magerbeete.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen dienen die flachen Blütenstände als wichtige Landeplattformen für Insekten mit kurzen Mundwerkzeugen. Da der Nektar offen in den Dolden liegt, ist er leicht zugänglich und bietet eine verlässliche Energiequelle in kargen Gartenbereichen. In den Wintermonaten fungieren die vertrockneten Samenstände als natürliche Futterstelle für Vögel, die die kleinen Samen herauspicken. Durch ihre Anpassung an nährstoffarme Kalkstandorte fördert sie die floristische Vielfalt in Bereichen, die sonst oft veröden. Als heimische Art ist sie zudem perfekt in das lokale Ökosystem integriert und stabilisiert die biologische Vielfalt an trockenen Standorten.
Bitte beachte, dass Athamanta cortiana als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Doldenblütlern können die enthaltenen Säfte bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung phototoxische Reaktionen (Hautirritationen) hervorrufen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), der täglich mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Der Boden muss trocken sein (Feuchtigkeitswert 2); sorge für einen guten Wasserabfluss, um Staunässe zu vermeiden.
Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 2) benötigt sie mageres Substrat; verzichte komplett auf Dünger oder Kompost.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7), wie er in Steingärten oft vorkommt.
Pflanzzeit Frühjahr: Von März bis Mai in den offenen Boden setzen.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November, solange die Erde noch nicht gefroren ist.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 30 cm ein, damit die Blattrosetten ausreichend Platz zur Entfaltung haben.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) — sie hat identische Standortansprüche und ergänzt die weiße Blüte ökologisch sinnvoll.
Athamanta cortiana gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und felsige Hänge auf kalkhaltigem Untergrund. Die Pflanze zeichnet sich durch eine tiefreichende Pfahlwurzel aus, mit der sie Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließt. Morphologisch besticht sie durch die Kombination aus behaarten Stängeln und den charakteristischen Doppeldolden (Blütenstand, bei dem sich die Blütenstiele nochmals verzweigen), die für die Gattung typisch sind.
3 Videos zu Athamanta cortiana
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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