Bild folgtKI-generierte IllustrationAthene noctua (Scopoli, 1769)
Auch bekannt als: Steinkauz
Scopoli, 1769
Du erkennst den Steinkauz (Athene noctua) an seiner geringen Größe, dem flachen Kopf mit leuchtend gelben Augen und seinem typischen Ruf, der wie ein kurzes 'Kuwitt' klingt. Dieser kleine Greifvogel (Fleischfresser) ist ein geschickter Jäger, der vor allem Insekten und kleine Wirbeltiere erbeutet. Als Standvogel (bleibt ganzjährig im Gebiet) ist er bereits im Februar aktiv in deinem Garten zu hören. Er nistet bevorzugt in Baumhöhlen (natürliche Höhlungen im Holz) oder in ruhigen Nischen an Gebäuden. Da natürliche Nistplätze seltener werden, kannst du ihm mit speziellen Niströhren (künstliche Nisthilfen) helfen. Der Erhalt von alten Bäumen und Totholz bietet ihm zudem wichtige Ansitzwarten (erhöhte Plätze zur Jagd). Offene Bodenstellen und niedriger Bewuchs erleichtern ihm die Nahrungssuche in der Dämmerung. Oft sitzt er dann auf Zaunpfählen, um nach Beute auszuspähen. Durch seine Anwesenheit hilft er, die Population kleiner Nagetiere auf natürliche Weise zu regulieren. Seine Anwesenheit ist ein Zeichen für einen naturnahen, strukturreichen Garten.
Der Steinkauz ist eine streng geschützte Art, deren Nester und Ruheplätze nicht gestört werden dürfen. Achte bei Gartenarbeiten darauf, potenzielle Höhlen in alten Bäumen zu erhalten. Eine Verwechslung mit dem deutlich größeren Waldkauz ist aufgrund der geringen Körpergröße des Steinkauzes meist ausgeschlossen.
Taxonomisch gehört der Steinkauz zur Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) in der Ordnung der Eulen (Strigiformes). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt offene Landschaften mit altem Baumbestand. Von der Zwergohreule unterscheidet er sich durch das Fehlen von Federohren (aufrecht stehende Kopffedern). Seine Lebensweise ist eng an strukturreiche Kulturlandschaften gebunden, wo er als dämmerungsaktiver Jäger eine wichtige ökologische Funktion übernimmt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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