
Athyrium filix-femina
Auch bekannt als: Wald-Frauenfarn, Waldfrauenfarn
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Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gewöhnlichen Frauenfarn einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die fein gefiederten Wedel wirken fast wie grüne Spitze und verleihen schattigen Ecken eine urzeitliche Eleganz. In deinem Naturgarten ist er wertvoll, da er als Raupenfutterpflanze für Falter wie die Gemüseeule (Lacanobia oleracea) dient. Auch Vögel wie die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) schätzen das dichte Blattwerk als geschützten Rückzugsort. Er ist die ideale Wahl für Standorte, an denen viele andere Pflanzen aufgeben. Wenn du eine feuchte, schattige Stelle hast, liegst du mit diesem Farn genau richtig.
Filigrane Spitze für den Schatten: Ein Urzeit-Relikt für Falter und Vögel.
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Dieser Farn ist ein wichtiger Baustein im Ökosystem Waldgarten. Er dient als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter wie den Braunen Bären (Arctia caja) und die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara). Auch die Gemüseeule (Lacanobia oleracea) nutzt ihn als Nahrungsquelle. Vögel wie die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) finden im dichten Blätterdach Schutz vor Fressfeinden. Da die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit 0,0 mg extrem leicht sind, nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung und trägt so zur Vernetzung grüner Trittsteine in der Landschaft bei.
Bitte beachte, dass der Gewöhnliche Frauenfarn als nicht kindersicher eingestuft wird. Alle Pflanzenteile sind bei Verzehr giftig und können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Achte besonders auf kleine Kinder und Haustiere in deinem Garten. Im Notfall kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.634 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen schattigen Platz, an dem die Pflanze vor direkter Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Ideal ist ein normaler Gartenboden für Mittelzehrer (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf).
Feuchtigkeit: Halte die Erde gleichmäßig frisch (mäßig feucht), vermeide aber dauerhafte Staunässe.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Untergrund wird bevorzugt.
Pflanzzeit: Setze den Farn am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Wuchshöhe: Plane bei der Pflanzung mit einer Endhöhe von genau 0,63 m.
Pflege: Schneide die abgestorbenen Wedel erst im Frühjahr zurück, da sie dem Herz der Pflanze als natürlicher Winterschutz dienen.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris) – sie teilt die Standortansprüche und setzt mit ihren Blüten farbliche Akzente im Schatten.
Der Gewöhnliche Frauenfarn gehört zur Familie der Wimperfarngewächse (Athyriaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind sickerfeuchte Wälder und Bachränder, wo er auf neutralen bis schwach sauren Böden gedeiht. Morphologisch unterscheidet er sich vom Wurmfarn durch seine deutlich zarteren, hellgrünen Wedel, die doppelt bis dreifach gefiedert sind. Als Farn bildet er keine Blüten, sondern vermehrt sich über mikroskopische Sporen, die im Sommer an den Blattunterseiten reifen.
2 Videos zu Gewöhnlicher Frauenfarn


•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1218764033
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