Bild folgtKI-generierte IllustrationAtriplex glabriuscula
Auch bekannt als: Atriplex patula subsp. glabriuscula
Schon von weitem fällt die Kahle Melde (Atriplex glabriuscula) durch ihre leicht fleischigen, breit geformten Blätter und den krautigen Wuchs auf. Als eine der wenigen Pflanzen, die sich an salzhaltige und extrem nährstoffreiche Standorte angepasst haben, ist sie ein faszinierendes Beispiel für die Spezialisierung in der Natur. Da sie nach aktuellen Daten auf der Roten Liste als stark gefährdet (Kategorie 2) geführt wird, leistest du mit ihrer Kultur einen echten Beitrag zum Erhalt einer selten gewordenen Art. Sie fungiert als wichtiger Baustein im Ökosystem, da sie Stickstoff am Standort bindet und so den Boden für nachfolgende Generationen vorbereitet. Wenn du einen sonnigen Platz mit „fetter“ Erde hast, ist diese Melde genau der richtige Gast für dich. Schau ihr dabei zu, wie sie den Boden erobert und dabei fast ganz ohne Pflege auskommt.
0,43 Meter purer Artenschutz: Hol dir die bedrohte Küsten-Schönheit in den Garten.
Die Kahle Melde übernimmt eine wichtige ökologische Rolle als Pionierpflanze auf nährstoffreichen Böden. Da sie nach aktuellen Bestandsdaten als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft ist, stellt ihr Anbau eine aktive Schutzmaßnahme dar. Die Samen sind mit rund 2 Milligramm sehr leicht, was eine weite Verbreitung durch Wind und Wasser ermöglicht. Zwar fehlen spezifische Bestäuberdaten in der Datenbank, doch ist bekannt, dass Fuchsschwanzgewächse als Strukturgeber in Offenbodenbereichen wichtig sind. Die Blütezeit von Juni bis September sorgt dafür, dass auch im Hochsommer eine vitale Pflanzenmasse vorhanden ist. Durch das Belassen der Samenstände über den Winter förderst du die natürliche Ausbreitungsdynamik dieser seltenen Art.
Die Kahle Melde wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.431 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 9), da die Pflanze keine Beschattung verträgt.
Der Boden sollte als Starkzehrer-Platz sehr nährstoffreich sein (Nährstoffwert 8); Kompostgaben sind ideal.
Halte den Boden „frisch“, also mäßig feucht (Feuchtewert 6), aber vermeide Staunässe.
Ein kalkhaltiger oder basischer Boden (Reaktionswert 7) ist für das Gedeihen entscheidend.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai, sobald der Boden offen ist.
Da die Pflanze NM (nicht mykorrhizierend) ist, geht sie keine Symbiose mit Bodenpilzen ein und benötigt diese nicht.
Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Samen (ca. 2 mg), die sich durch den Wind verbreiten; lasse die Samenstände im Herbst stehen.
Aufgrund der einjährigen Lebensweise ist kein Rückschnitt nötig; die Pflanze sät sich an zusagenden Stellen selbst aus.
Gute Partnerin: Die Echte Stranddistel (Eryngium maritimum) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige, sonnige Standorte und ergänzt das maritime Flair.
Die Kahle Melde (Atriplex glabriuscula) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist in unseren Breiten indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Spülsäume (nährstoffreiche Ablagerungen am Ufer) und salzbeeinflusste Standorte an den Küsten. Mit einer exakten Wuchshöhe von 0,43 m bleibt sie eher kompakt und zeigt die für Melden typische, nicht verholzte Wuchsform. Die Blätter sind auffällig breitblättrig und erreichen eine Fläche von etwa 2737 mm², was ihnen eine gute Lichtausbeute ermöglicht. Da sie als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder heimisch ist) gilt, ist sie tief in unserer Flora verwurzelt.
3 Videos zu Kahle Melde
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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