Bild folgtKI-generierte IllustrationAtriplex laciniata
Auch bekannt als: Gelappte Melde, Sandmelde
Schon von weitem fällt die Gelapptblättrige Melde durch ihre silbrigen, tief gezackten Blätter und den buschigen Wuchs auf. Für deinen Naturgarten ist diese Art ein echter Schatz, da sie mit dem Status der Roten Liste 1 als vom Aussterben bedroht gilt. Indem du ihr einen Platz gibst, wirst du zum aktiven Artenschützer für eine Pflanze, die in der freien Natur fast verschwunden ist. Da sie ein Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze) ist, zeigt sie dir zudem an, wo dein Boden besonders kraftvoll ist. Trau dich an diese Rarität heran und beobachte selbst, welche Gäste sie besuchen, da die Wissenschaft hier noch viel zu entdecken hat. Du leistest damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Flora.
Rette eine Rarität: Die vom Aussterben bedrohte Melde für deinen Garten.
Obwohl für diese seltene Melde keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, ist ihre ökologische Bedeutung durch ihre Seltenheit enorm. Als Art der Roten Liste 1 sicherst du ihr Überleben im Siedlungsraum. Ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 21.44 mg recht schwer, was bedeutet, dass sie sich meist nur über kurze Distanzen ausbreitet und auf einen festen Standort angewiesen ist. Die Blattfläche von 1802.55 mm² bietet Schutz und Schatten für Bodenlebewesen. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände oft als wertvolle Futterquelle für Vögel. Durch die Pflanzung förderst du die genetische Vielfalt einer fast verlorenen heimischen Wildpflanze.
Die Gelapptblättrige Melde ist als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle einer Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Vorsicht ist besonders bei Kleinkindern geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.503 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 9), da die Pflanze maximale Helligkeit für ihre Entwicklung benötigt.
Boden: Der Boden sollte ein Starkzehrer-Substrat sein (nährstoffreich und fett), um den hohen Hunger der Pflanze zu stillen.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe durch gute Durchlässigkeit.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionszahl 7).
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Wuchsraum: Halte bei einer Endhöhe von 0.5 m ausreichend Abstand zu kleineren Nachbarn ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze rein krautig wächst und nach der Samenreife meist abstirbt.
Gute Partnerin: Der Echte Meerkohl (Crambe maritima) – er bevorzugt ebenfalls sonnige, nährstoffreiche Standorte und bildet einen schönen Kontrast.
Die Gelapptblättrige Melde (Atriplex laciniata) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Sie ist in unserer Region als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) eingestuft und besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Standorte. Die krautige Pflanze verholzt nicht und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.5 m. Auffällig sind ihre breiten Blätter mit einer Fläche von etwa 1802.55 mm², die oft einen mehligen Belag aufweisen. Als Charakterpflanze salzbeeinflusster oder stickstoffreicher Böden ist sie heute extrem selten geworden.
3 Videos zu Gelapptblättrige Melde
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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