Bild folgtKI-generierte IllustrationAtriplex longipes
Auch bekannt als: Stiel-Melde, Atriplex stipitata var. longipes, Atriplex prostrata var. longipes
An den charakteristisch lang gestielten Früchten lässt sich die Gestieltfrüchtige Melde (Atriplex longipes) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt sie eine wertvolle Rolle als natürlicher Zeiger für einen nährstoffreichen Boden. Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, zeigt sie dir zuverlässig an, wo die Erde besonders gehaltvoll ist. Als indigene (einheimische) Art fügt sie sich nahtlos in naturnahe Pflanzungen ein, die den Stickstoffkreislauf fördern. Du machst hier alles richtig, wenn du ihr einen Platz gibst, an dem sie die Vitalität deines Bodens sichtbar machen darf.
Einheimischer Nährstoff-Anzeiger: Robust und unverwechselbar auf fettem Boden.
Die ökologische Bedeutung dieser Melde liegt primär in ihrer Funktion als Starkzehrer (Pflanze, die aktiv Nährstoffe aufnimmt und umsetzt). Sie trägt zur natürlichen Strukturierung und zum Nährstoffkreislauf auf gehaltvollen Böden bei. Da sie indigen (einheimisch) ist, ist sie ein fester Bestandteil der regionalen Flora und besetzt wichtige Nischen in der Pflanzengesellschaft. Durch ihre Eigenschaft als NM-Pflanze (nicht-mykorrhizierend) kann sie auch Standorte besiedeln, an denen das Pilzgeflecht im Boden gestört ist. Auf diese Weise leistet sie einen Beitrag zur biologischen Vielfalt in dynamischen Gartenbereichen.
Die Pflanze ist nicht kindersicher. Wie viele Arten der Fuchsschwanzgewächse kann sie Nitrate (Salze der Salpetersäure) in ihren Pflanzenteilen anreichern, was bei Verzehr gesundheitlich bedenklich sein kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen heimischen Wildpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da die Art als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Bedarf an Stickstoff und Mineralien) gilt.
Mykorrhiza: Diese Pflanze ist NM (nicht-mykorrhizierend), benötigt also keine Pilzsymbiose an den Wurzeln, um gut zu gedeihen.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Achte darauf, dass der Boden nicht vollständig austrocknet, damit sie ihre volle Größe erreicht.
Vermehrung: Als einjährige Pflanze sorgt sie durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand, wenn man die Samenstände im Herbst stehen lässt.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden und bilden ein harmonisches, ökologisch wertvolles Bild auf fetten Standorten.
Die Gestieltfrüchtige Melde (Atriplex longipes) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Sie ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch) und besiedelt vorzugsweise Standorte an den Küsten oder nährstoffreiche Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohböden). Ein markantes Merkmal für Kenner sind die Vorblätter der weiblichen Blüten, die deutlich gestielt sind. Die Pflanze ist einjährig und passt ihren Wuchs flexibel an das verfügbare Nährstoffangebot ihrer Umgebung an.
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•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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