Bild folgtKI-generierte IllustrationAtriplex tatarica
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren mehlbestäubten, oft dreieckigen Blättern fällt die Tataren-Melde (Atriplex tatarica) sofort auf. Du holst dir mit ihr einen robusten Überlebenskünstler in den Garten, der gerade in Zeiten heißer Sommer wertvolle Dienste leistet. Die Pflanze erreicht eine kompakte Höhe von 0,45 m und dient als wichtiger Lebensraum für Nützlinge wie den Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata). Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) stellt sie keine großen Ansprüche und fügt sich gut in naturnahe Beete ein. Wenn du eine unkomplizierte Art suchst, die auch auf kargen Böden Vitalität zeigt, liegst du hier genau richtig.
Robuster Sonnenanbeter: Die 45 cm hohe Melde ist ein Magnet für Marienkäfer.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Die ökologische Bedeutung der Tataren-Melde liegt vor allem in ihrer Funktion als Lebensraum für räuberische Nützlinge. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird sie intensiv vom Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) genutzt, der hier oft Nahrung in Form von Blattläusen findet. Die Blütezeit von Juli bis September schließt eine Lücke im Hochsommer, wenn viele Frühblüher bereits vergangen sind. Da die Samen über den Winter an den Stängeln verbleiben können, dienen sie durch ihr geringes Gewicht als potenzielles Futter für fliegende Samenfresser. Die Pflanze fördert somit ein gesundes Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen in deinem Garten, ohne dabei invasiv zu wirken.
Bitte beachte, dass die Tataren-Melde als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in der vollen Sonne (Ellenberg Lichtwert 9), da die Melde viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein (Feuchtewert 4), Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Achte auf eine gute Kalkversorgung des Bodens (Reaktion 7), ideal sind basische Untergründe.
Pflanze die Melde im Frühjahr (April bis Mai) oder im Herbst vor den ersten Bodenfrosten.
Da sie eine Wuchshöhe von genau 0,45 m erreicht, ist kein zusätzliches Stützen im Beet erforderlich.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, da sie als Mittelzehrer mit einem durchschnittlichen Nährstoffangebot (Wert 6) bestens zurechtkommt.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Selbstaussaat durch die leichten, windanfälligen Samen.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) — sie teilt die Vorliebe für sonnige, kalkhaltige Standorte und bietet einen schönen optischen Kontrast.
Die Tataren-Melde gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) verbreitet. Sie siedelt sich bevorzugt auf Schuttplätzen oder an Wegrändern an, da sie kalkhaltige und stickstoffreiche Böden schätzt. Morphologisch zeichnet sie sich als krautige Pflanze (nicht verholzend) mit breitblättrigem Laub aus. Eine Besonderheit ist das geringe Gewicht der Samen von nur etwa 0,75 mg, was die Fernausbreitung durch den Wind erleichtert. In der Natur findet man sie oft an wärmeliebenden Standorten mit moderater Bodenfeuchte.
3 Videos zu Tataren-Melde
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →