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Atropa bella-donna
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Auch bekannt als: Wolfsbeere, Indische Tollkirsche, Schwarze Tollkirsche
Wer die Echte Tollkirsche (Atropa bella-donna) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren glockenförmigen, bräunlich-violetten Blüten und den später glänzenden, tiefschwarzen Beeren ist sie eine imposante Erscheinung im Halbschatten. Als indigen (einheimisch) wachsende Art ist sie ein fester Bestandteil unserer Waldgesellschaften. Da sie sehr hohe Ansprüche an den Boden stellt, zeigt sie dir als Zeigerpflanze genau an, wo dein Garten besonders nährstoffreich ist. Wenn du einen naturnahen Garten ohne spielende Kinder pflegst, bereichert diese charakterstarke Pflanze deine halbschattigen Gehölzränder auf ganz besondere Weise.
Imposante Waldschönheit für nährstoffreiche Schattenplätze.
Durch ihre Blütezeit von Juni bis August bietet die Echte Tollkirsche in der Hochsommerphase ein stabiles Nahrungsangebot in halbschattigen Lebensräumen. Da sie in unserer Region als indigen (einheimisch) eingestuft ist, ist sie perfekt an die hiesigen Umweltbedingungen angepasst und Teil des natürlichen Kreislaufs. Nach aktuellen Standortdaten ist sie auf der Roten Liste als ungefährdet markiert, was sie zu einer verlässlichen Konstante für die Biodiversität am Waldrand macht. Ihre Anwesenheit fördert die ökologische Vielfalt in nährstoffreichen Gartenbereichen, in denen viele andere Wildpflanzen aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks kaum bestehen könnten.
Die Echte Tollkirsche ist in allen Teilen sehr giftig. Sie enthält Alkaloide (Atropin, Scopolamin) in Blättern, Wurzeln und besonders in den verlockend aussehenden Früchten. Eine Einnahme führt zu schweren Vergiftungen, weshalb die Pflanze nicht kindersicher ist. Im Notfall kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Die Echte Tollkirsche gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt bevorzugt Waldränder, Lichtungen oder Gebüsche auf kalkhaltigen Böden. Morphologisch fällt sie durch ihren kräftigen, buschigen Wuchs und die großen, eiförmigen Blätter auf. Ihre markanten, hängenden Glockenblüten entwickeln sich im Spätsommer zu den charakteristischen, kirschgroßen Beeren.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.