
Baldellia ranunculoides
Auch bekannt als: Baldellia ranunculoides
Du erkennst den Igelschlauch (Baldellia ranunculoides) an seinen zarten, weißlich-rosa Blüten mit dem typischen gelben Fleck in der Mitte und den schmalen, lanzenartigen Blättern. In unseren Gärten ist er ein echter Schatz für den Artenschutz, da er auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird. Mit seiner geringen Wuchshöhe passt er perfekt in die Flachwasserzone kleinerer Teiche. Indem du ihm einen Platz in deinem Garten gibst, hilfst du aktiv dabei, diese seltene heimische Art vor dem Verschwinden zu bewahren. Achte darauf, dass er es sonnig und nährstoffarm mag, damit er sich wohlfühlt.
Stark gefährdet, wunderschön: Hol dir den seltenen Igelschlauch an deinen Teich.
Der Igelschlauch spielt eine wichtige Rolle in der Pioniervegetation an Uferrändern. Da er von Juli bis Oktober blüht, bietet er in einer Zeit Ressourcen an, in der viele andere Wasserpflanzen bereits verblüht sind. Als stark gefährdete Art (Rote Liste 2) ist sein reines Vorkommen ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität. Die sehr leichten Samen dienen der Fernausbreitung und können neue Lebensräume besiedeln. In deinem Garten fungiert er als spezialisierter Lückenfüller in der Sumpfzone, der den natürlichen Charakter heimischer Gewässerlandschaften widerspiegelt.
Bitte beachte beim Pflanzen, dass der Igelschlauch als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Vertreter der Froschlöffelgewächse kann er bei Kontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen. Er sollte daher außerhalb der direkten Reichweite von unbeaufsichtigten Kleinkindern oder neugierigen Haustieren im Teich platziert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.205 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Der Boden muss dauerhaft nass bis sumpfig sein (Feuchtewert 10); ideal ist eine Wassertiefe von 0 bis 10 cm.
Achte auf ein nährstoffarmes Substrat (Schwachzehrer), da der Igelschlauch in zu fetter Erde schnell von konkurrenzstarken Arten verdrängt wird.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 5), am besten eignet sich sandiger Lehm oder spezielles Teichsubstrat.
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Da er nicht verholzt, zieht sich der Igelschlauch im Winter komplett zurück und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus.
Vermehrung erfolgt meist durch die leichte Selbstaussaat oder Ausläuferbildung am Teichgrund.
Gute Partnerin: Der Brennende Hahnenfuß (Ranunculus flammula) – er teilt die Vorliebe für sonnige, nasse Standorte und ergänzt das ökologische Gefüge am Teichrand perfekt.
Der Igelschlauch gehört zur Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt er natürlicherweise die Uferzonen von nährstoffarmen, oft wechselfeuchten Gewässern. Morphologisch zeichnet er sich durch seine Rosettenform und die dreizähligen Blüten aus, die an aufrechten Stielen erscheinen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,21 m bleibt er kompakt. Seine Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Samen, die nur etwa 0,44 mg wiegen und so leicht durch Wind oder Wasser verbreitet werden können.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_211836652
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