Bild folgtKI-generierte IllustrationBarbarea vulgaris
Auch bekannt als: Barbarakraut, Gewöhnliches Barbarakraut, Gemeines Barbarakraut, Echtes Barbarakraut, Winterkresse, Echte Winterkresse, barbarée commune, Echtes Barbenkraut
Artengruppe
51
Arten
interagieren
103
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Echte Winterkresse einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren leuchtend gelben Blütenständen, die in dichten Trauben stehen, und den glänzenden, tief eingekerbten Blättern fällt sie im Frühling sofort auf. In deinem Garten ist sie weit mehr als nur ein Farbtupfer, denn sie dient als lebensnotwendige Kinderstube für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines). Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) finden hier verlässliche Nahrung, wenn andere Quellen noch spärlich fließen. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die wenig Arbeit macht und dennoch echten Naturschutzwert bietet, ist diese Art genau die richtige Wahl für dich.
Leuchtend gelbe Lebensversicherung für den Aurorafalter und seltene Sandbienen.
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Diese Art ist eine ökologische Schlüsselpflanze für spezialisierte Insekten. Sie dient als wichtige Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines), dessen Nachwuchs auf Kreuzblütler angewiesen ist. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen zudem verschiedene Wildbienen die Blüten, darunter die Zweizellige Sandbiene (Andrena bicolor) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena dorsata). Auch die Wald-Lockensandbiene (Andrena haemorrhoa) nutzt das Nektarangebot im Mai und Juni intensiv. Damit förderst du eine ganze Gemeinschaft an bedrohten Bestäubern direkt vor deiner Terrassentür.
Bitte beachte, dass die Echte Winterkresse als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält Senfölglykoside, die bei Verzehr größerer Mengen zu Reizungen führen können. In einem Familiengarten mit kleinen Kindern solltest du sie daher eher in Randbereiche pflanzen, die nicht als direkte Spielfläche dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Standort: Suche dir einen Platz in der vollen Sonne aus, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickeln kann.
Boden: Die Winterkresse ist ein Mittelzehrer (benötigt normalen Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt) und mag es frisch (mäßig feucht).
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde bringen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Sie ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt nach der Blüte kann erfolgen, ist aber für die ökologische Funktion nicht notwendig.
Vermehrung: Da sie sich über Samen vermehrt, darfst du im Spätsommer gerne einige Blütenstände stehen lassen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide bevorzugen ähnliche Lichtverhältnisse und Bodenfeuchte und bieten nacheinander Nahrung für Insekten.
Die Echte Winterkresse (Barbarea vulgaris) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor langer Zeit durch menschlichen Einfluss zu uns kam) weit verbreitet. Typischerweise besiedelt sie frische, mäßig nährstoffreiche Standorte an Wegrändern oder auf Wiesen. Ein markantes Merkmal sind die vier gelben Blütenblätter, die kreuzförmig angeordnet sind – ein klassisches Kennzeichen dieser Pflanzenfamilie.
37 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →