Bild folgtKI-generierte IllustrationCentaurea benedicta
Auch bekannt als: Kardobenedikte, Cnicus, Bitterdistel, Benediktendistel, Benediktenwurz, Bernhardinerwurzel
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Benediktenkraut (Centaurea benedicta) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die distelartigen, dornig gezähnten Blätter und die gelben Blütenköpfe, die tief in stacheligen Hüllblättern sitzen, sind absolut markant. In deinem Naturgarten ist sie eine echte Bereicherung, da sie spezialisierten Insekten als wichtige Futterquelle dient. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektar. Wenn du eine sonnige, warme Ecke hast, in der andere Pflanzen aufgeben, fühlt sich diese alte Heilpflanze erst richtig wohl. Schau ihr einfach mal beim Wachsen zu – es lohnt sich für die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür.
Kompakte Wildschönheit: 0,36 m geballte Naturkraft für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Benediktenkraut eine wertvolle Ressource für verschiedene Schmetterlingsarten. Neben dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) besuchen auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) die Blüten. Die Pflanze produziert mit rund 22,8 mg recht schwere Diasporen (Samen), was auf eine Kurzdistanz-Ausbreitung hindeutet. Diese Samen sind jedoch eine wichtige Energiequelle für Vögel in der kalten Jahreszeit. Durch ihre Vorliebe für Wärme bietet sie Insekten auch an heißen Tagen eine verlässliche Nektarquelle, wenn viele Wiesenblumen bereits verblüht sind.
Bitte beachte, dass das Benediktenkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte daher in Gärten mit kleinen Kindern besonders auf einen bedachten Umgang. Bei Unfällen oder Fragen zur Giftigkeit kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.363 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg-Lichtwert 8: mindestens 6 Stunden direkte Sonne).
Der Boden sollte frisch (Ellenberg 4: mäßig feucht) sein, Staunässe muss jedoch vermieden werden.
Als Mittelzehrer (Ellenberg 6) benötigt sie einen Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt ohne Überdüngung.
Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige Substrate (Ellenberg 7: basisches Milieu).
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Halte beim Pflanzen einen Abstand von etwa 30 cm ein.
Da sie mit 0,36 m eher niedrig bleibt, sollte sie nicht von größeren Stauden bedrängt werden.
Lass die verblühten Köpfe stehen, damit die schweren Samen (ca. 22,8 mg) ausreifen können.
Gute Partnerin: Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) – sie teilt die Vorliebe für Kalk und Sonne und ergänzt das Nahrungsangebot für Schmetterlinge ideal.
Das Benediktenkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Gattung der Flockenblumen. In Deutschland und Österreich ist sie heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermstandorte (trockene, warme Lebensräume). Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,36 m bleibt sie kompakt und ist als krautige, nicht verholzende Pflanze erkennbar. Ihre breitblättrigen Laubblätter erreichen eine Fläche von etwa 2342,75 mm², was ihr ein robustes Erscheinungsbild verleiht. Zudem geht sie im Boden eine Symbiose mit Pilzen ein, die man als AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft) bezeichnet.
3 Videos zu Benediktenkraut



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →