Bild folgtKI-generierte IllustrationSideritis montana
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den quirlig angeordneten, gelblichen Blüten mit ihren oft dunkel gerandeten Kelchblättern lässt sich das Berg-Gliedkraut (Sideritis montana) sofort erkennen. Als Spezialist für extrem trockene Standorte ist diese Art ein wahrer Überlebenskünstler im Naturgarten. Besonders für seltene Schmetterlinge wie den Feurigen Perlmuttfalter (Melitaea didyma) oder den Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) bietet sie eine wichtige Lebensgrundlage. Wenn du eine sonnige, karge Ecke in deinem Garten hast, die bisher kaum beachtet wurde, ist dies die ideale Pflanze für dich. Sie zeigt eindrucksvoll, dass gerade auf kargem Boden die größte Vielfalt gedeihen kann. Hol dir dieses Stück Wildnis direkt vor die Terrassentür.
Kompakte Spezialistin für Kalkböden: Ein Magnet für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Berg-Gliedkraut eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Dickkopffalter. Arten wie der Orientalische Dickkopffalter (Carcharodus orientalis), der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) und Muschampia-Arten wie Muschampia tessellum sind auf solche Nektarquellen angewiesen. Auch der Feurige Perlmuttfalter (Melitaea didyma) besucht die Blüten regelmäßig. Da die Samen mit 0.6904 mg sehr leicht sind, dient die Pflanze als Vorbild für Windausbreitung im Garten. Im Winter bieten die stehengelassenen Stängel Schutz für Kleinstlebewesen, während die Samen in den Kelchen eine karge Zusatznahrung für Vögel darstellen können.
Das Berg-Gliedkraut wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Da es keine klassische Speisepflanze ist und Verwechslungsrisiken für Laien bestehen, sollten Kinder beim Gärtnern beaufsichtigt werden. Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit oder versehentlichen Verzehr ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht : Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9). Die Pflanze braucht den ganzen Tag ungehinderte Sonneneinstrahlung.
Boden : Der Untergrund sollte kalkhaltig (basisch) und sehr nährstoffarm sein – ein klassischer Schwachzehrer.
Feuchtigkeit : Trockenheit ist Pflicht (Feuchtezahl 3). Staunässe führt unweigerlich zum Ausfall.
Wuchshöhe : Beachte bei der Planung die geringe Höhe von 0.19 m, damit sie nicht von größeren Nachbarn überwachsen wird.
Pflanzzeit : Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege : Kein Dünger notwendig. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nicht verholzt.
Vermehrung : Die leichten Samen (0.6904 mg) verbreiten sich durch Wind; lass die Fruchtstände für die Selbstaussaat stehen.
Pflanzpartner : Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen kalkreichen Trockenstandorte besiedelt.
Das Berg-Gliedkraut gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in den wärmebegünstigten Regionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Kalk-Felsfluren. Die Pflanze wächst als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0.19 m. Charakteristisch sind die breitblättrigen, behaarten Blätter mit einer Fläche von 126.0 mm², die den Wasserverlust durch Verdunstung minimieren.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →