Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium berlandieri
Auffällig sind die krautige Gestalt und die breitblättrigen, oft etwas mehligen Blätter von Berlandiers Gänsefuß. Du erkennst ihn an seinem kräftigen Wuchs, der ihn zu einem robusten Bewohner deines Gartens macht. Da er extrem wärmeliebend ist, besetzt er Plätze, die für viele andere Pflanzen oft zu heiß sind. Er ist ein spannender Vertreter unserer heimischen Flora und zeigt, dass auch Wildkräuter einen festen Platz in der naturnahen Gartenkultur verdienen. Wenn du ihm eine sonnige Ecke gönnst, entfaltet er seine volle Vitalität in den Sommermonaten. Probiere es einfach aus und lass dich von seiner Genügsamkeit überraschen.
Hitzeprofi für Sonnenplätze: Robustes Grün von Juni bis September.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist dieser Gänsefuß ein wichtiger Spezialist für xerotherme Standorte (trockene, warme Lebensräume). Eine biologische Besonderheit ist, dass er NM (nicht mykorrhizierend) ist, also keine Symbiose mit Wurzelpilzen eingeht. Seine sehr leichten Samen, die nur 1,45 mg wiegen, dienen als Diasporen (Ausbreitungseinheiten) und werden durch den Wind verbreitet, was die Vernetzung von Biotopen fördert. Von Juni bis September bietet die Pflanze eine stabile krautige Struktur im Garten. Da er in unseren Breiten heimisch ist, fügt er sich perfekt in das lokale Ökosystem ein. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Stängel Schutz für verschiedene Bodenlebewesen.
Bitte beachte, dass Berlandiers Gänsefuß laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte daher besonders darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.967 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle den heißesten Platz in deinem Garten; die Pflanze ist extrem wärmeliebend (Temperaturzeiger 9).
Licht: Ein vollsonniger Standort ist für eine gesunde Entwicklung zwingend erforderlich.
Boden: Er ist anpassungsfähig, bevorzugt aber Standorte, die seine Wärmebedürfnisse unterstützen.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr zwischen März und Mai aus, sobald der Boden bearbeitbar ist.
Aussaat: Die leichten Samen ermöglichen eine Wind- oder Fernausbreitung; kalkuliere eine natürliche Selbstaussaat ein.
Wasser: In der Anwachsphase regelmäßig gießen, danach ist die Pflanze aufgrund ihrer Hitzetoleranz sehr robust.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze im Winter oberirdisch abstirbt.
Gute Partnerin: Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare) — beide Arten schätzen trockene, warme Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Berlandiers Gänsefuß (Chenopodium berlandieri) gehört zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er bevorzugt Standorte mit sehr hohen Temperaturen, was sein Ellenberg-Temperaturwert von 9 unterstreicht. Als krautige Pflanze verholzt er nicht, bildet aber dennoch kräftige, breitblättrige Strukturen aus. Die Vermehrung erfolgt über winzige Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die mit nur 1,45 mg ein extrem leichtes Gewicht aufweisen und so weite Strecken zurücklegen können.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →