Bild folgtKI-generierte IllustrationBerula erecta
Auch bekannt als: Sium erectum
An den fein gefiederten Blättern und den weißen Blütendolden lässt sich die Berle (Berula erecta) sofort erkennen. Diese heimische Sumpfpflanze ist eine wertvolle Bereicherung für jeden Gartenteich, da sie spezialisierte Lebensräume in der Flachwasserzone besiedelt. Mit einer Wuchshöhe von 0.83 m bleibt sie überschaubar und fügt sich harmonisch in naturnahe Ufergestaltungen ein. Da sie kalkhaltiges Wasser bevorzugt, ist sie die ideale Wahl, wenn dein Gartenboden oder das Brunnenwasser eher basisch ist. Wenn du ein feuchtes Eck oder einen Teichrand hast, machst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art alles richtig.
Heimische Uferschönheit: Die Berle bringt Struktur und Leben an deinen Teichrand.
Als heimische Art spielt die Berle eine wichtige Rolle im Ökosystem der Uferzonen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet sie während ihrer Blütezeit von Juli bis September eine verlässliche Nahrungsquelle für verschiedene Insekten der Feuchtbiotope. Ihre leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von nur 0.5569 mg werden effizient durch den Wind oder Wasserströmungen verbreitet. Durch ihren krautigen Wuchs bietet sie in den feuchten Randbereichen Deckung für Kleintiere. Da sie indigen ist, ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst und unterstützt die lokale Biodiversität ohne das Risiko einer unkontrollierten Invasivität.
Die Berle wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zur Familie der Doldenblütler gehört, besteht für Laien eine Verwechslungsgefahr mit anderen, teils stark giftigen Arten dieser Familie. Es empfiehlt sich daher, bei Pflegemaßnahmen Handschuhe zu tragen und darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile in die Hände von Kindern gelangen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.833 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg-Lichtwert 7), damit die Berle kräftig gedeiht.
Die Pflanze benötigt dauerhaft nasse Füße oder einen Standort direkt im flachen Wasser (Feuchtewert 10).
Setze sie in normalen Gartenboden oder Teicherde, da sie als Mittelzehrer (Nährstoffwert 6) keine extremen Düngergaben braucht.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionswert 8).
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Halte bei der Pflanzung die Zielhöhe von 0.83 m im Blick, um die Sicht auf dahinterliegende Pflanzen nicht zu verdecken.
Da die Samen mit 0.5569 mg sehr leicht sind, verbreitet sich die Art gerne selbst über das Wasser oder den Wind.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – sie teilt die Standortansprüche an Nässe und Kalkgehalt und bietet einen schönen strukturellen Kontrast.
Die Berle (Berula erecta) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. In der Natur findet man sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem in Gräben, an Quellen oder in langsam fließenden Gewässern. Sie besiedelt bevorzugt nassen oder zeitweise überschwemmten Boden und ist an ihre aquatische Umgebung bestens angepasst. Charakteristisch sind ihre untergetauchten Blätter, die sich oft von den über Wasser wachsenden Luftblättern unterscheiden, sowie der hohle, gefurchte Stängel.
3 Videos zu Berle
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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