Bild folgtKI-generierte IllustrationBidens radiata
Auch bekannt als: Bidens radiata
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Auffaellig sind beim Strahlenden Zweizahn (Bidens radiata) die strohgelben Bluetenkoepfe, die von einem Kranz aus besonders langen, gruenen Hochblaettern (spezialisierte Blaetter direkt unter der Bluete) umgeben sind. Als spaetbluehende Art ist er ein wertvoller Anlaufpunkt in deinem Garten, wenn viele andere Pflanzen bereits verblueht sind. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von seinem Nektarangebot in den Spaetsommermonaten. Wer eine feuchte Senke oder einen Teichrand hat, findet hier einen unkomplizierten Heimischen, der Struktur und Leben bringt. Hast du ein sonniges, feuchtes Plätzchen für diesen spezialisierten Grenzgänger frei?
Nektar-Tankstelle im Spaetsommer: Ein Magnet fuer seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Diese Art spielt eine wichtige Rolle fuer die spaetsommerliche Biodiversitaet. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten fliegen gezielt Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Ostliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) die Blueten an. Auch seltenere Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) nutzen die Blueten von August bis Oktober. Die leichten Samen mit einem Gewicht von etwa 1,46 mg sind fuer die Fernausbreitung optimiert und koennen im Winter eine Nahrungsquelle fuer die heimische Vogelwelt darstellen. Da die Pflanze viel Blattflaeche (ueber 9500 mm²) bildet, bietet sie zudem Schutz und Mikroklima fuer bodennahe Kleinstlebewesen.
Der Strahlende Zweizahn wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den namensgebenden Zweizaehnen der Samen, die sich mit kleinen Widerhaken hartnaeckig in Kleidung oder im Fell von Haustieren verfangen koennen. Es sind keine spezifischen Giftstoffe bekannt, dennoch empfiehlt sich ein Standort abseits von direkten Spielflaechen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.495 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Waehle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze gut gedeiht.
Boden: Er braucht einen Starkzehrer-Boden (naehrstoffreicher, fetter Boden) mit neutralem bis schwach saurem pH-Wert.
Feuchtigkeit: Der Standort sollte dauerhaft feucht sein; ideal ist ein Platz in Gewaessernaehe.
Wuchshoehe: Plane genau 0.5 m Hoehe fuer die ausgewachsene Pflanze ein.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Fruehling zwischen Maerz und Mai.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre leichten Samen (Diasporen) effizient ueber den Wind oder durch Anhaften.
Pflege: Da sie einjaehrig bis ausdauernd waechst, lass die Samenstaende im Herbst stehen, um die Selbstaussaat zu foerdern.
Pflanzpartner: Die Bach-Minze (Mentha aquatica) passt hervorragend, da sie ebenfalls feuchte, sonnige Standorte liebt und den Boden gut abdeckt.
Der Strahlende Zweizahn gehoert zur Familie der Korbbluetler (Asteraceae) und ist als heimische Art (Indigen/Archaeophyt) in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz verbreitet. Er besiedelt natuerlicherweise Uferbereiche und Teichraender, die als Starkzehrer-Standorte (naehrstoffreiche Boeden) bekannt sind. Du erkennst ihn an seinem krautigen Wuchs und den breitblaettrigen, tief gezaehnten Blaettern, die keine Verholzung aufweisen. Botanisch interessant ist seine Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) vom Typ AM (Arbuskulaere Mykorrhizapilze), die ihm bei der Naehrstoffaufnahme im feuchten Milieu hilft.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →