Bild folgtKI-generierte IllustrationBidens vulgata
Auch bekannt als: Bidens vulgata
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Du erkennst den Großen Zweizahn (Bidens vulgata) an seinen aufrechten, krautigen Stängeln und den eher unauffälligen, gelb-grünen Blütenköpfen, denen oft der typische Strahlenkranz aus bunten Blütenblättern fehlt. In deinem Garten ist diese Art eine spannende Bereicherung für feuchte Ecken oder Teichränder, da sie dort natürliche Strukturen schafft. Durch die Produktion von Samen im Spätsommer lockst du verschiedene Vögel an, die in den Wintermonaten auf die fettreichen Ausbreitungseinheiten angewiesen sind. Auch wenn die Pflanze schlicht wirkt, ist sie ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt in naturnahen Bereichen. Probiere es doch einfach mal aus, wenn du eine Stelle im Garten hast, die ohnehin oft feucht bleibt.
Strukturgeber für feuchte Gärten: Wertvolle Wintersamen für unsere Vögel.
Obwohl für den Großen Zweizahn keine spezifischen Insektendaten vorliegen, spielt er eine wichtige Rolle im winterlichen Ökosystem. Seine Samen haben ein Gewicht von 7,18 mg, was sie zu einer substanziellen Nahrungsquelle für Vögel macht. Die Ausbreitung erfolgt oft über die Tierverbreitung (Epichorie), bei der die Früchte im Gefieder oder Fell hängen bleiben. Da die Pflanze im Juli blüht, stellt sie in einer kritischen Hochsommerphase eine Struktur im Garten bereit. Das Stehenlassen der vertrockneten Stängel über den Winter ist essenziell, damit die Natur von den Energiereserven der Samen profitieren kann. In feuchten Gartenbereichen fördert die Art so die natürliche Dynamik und Nahrungsketten.
Der Große Zweizahn (Bidens vulgata) ist als nicht kindersicher eingestuft. Bei Verdacht auf eine Vergiftung oder bei Unwohlsein kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achte darauf, dass kleine Kinder beim Spielen im Garten keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, der dauerhaft über ausreichend Feuchtigkeit verfügt.
Der Boden sollte nährstoffreich sein; eine Abmagerung ist bei dieser Art nicht notwendig.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai, sobald kein dauerhafter Bodenfrost mehr droht.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 35 Zentimetern ein, damit die breitblättrigen Triebe genug Raum zur Entfaltung haben.
Eine zusätzliche Bewässerung ist nur in extrem trockenen Sommern nötig, wenn der Standort stark austrocknet.
Da die Blüte im Juli stattfindet, solltest du die Pflanze danach nicht sofort zurückschneiden, um die Samenbildung zu ermöglichen.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der schweren Samen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Füße und bietet mit ihrem dichten Wurzelgeflecht eine stabile Nachbarschaft.
Der Große Zweizahn (Bidens vulgata) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asterales. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sich die Art in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt vor allem feuchte Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) und Uferzonen. Morphologisch auffällig sind die breitblättrigen, gefiederten Blätter und die fehlenden oder sehr kleinen Zungenblüten an den Blütenkörben. Die Pflanze wächst rein krautig und verholzt nicht, was sie zu einem typischen einjährigen bis kurzlebigen Bewohner dynamischer Lebensräume macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →