Bild folgtKI-generierte IllustrationLupinus angustifolius
Auch bekannt als: Schmalblättrige Lupine
10
Arten
interagieren
29
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren fingerförmig geteilten, sehr schmalen Blättern und den tiefblauen Blütenkerzen lässt sich die Blaue Lupine sofort erkennen. Als Hülsenfrüchtler bereichert sie deinen Gartenboden auf natürliche Weise mit Stickstoff und verbessert so die Bodenqualität für ihre Nachbarn. Besonders Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) finden hier eine wichtige Nährstoffquelle. In einem sonnigen Naturgarten ist sie eine pflegeleichte Bereicherung, die klare vertikale Strukturen setzt. Mit dieser heimischen Wildart förderst du gezielt die Artenvielfalt und bietest seltenen Faltern einen wertvollen Lebensraum. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz hast, machst du mit ihr alles richtig.
Heimische Stickstoff-Fabrik mit tiefblauem Blütenzauber für seltene Schmetterlinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert eine Vielzahl von Insekten von dieser Lupine. Tagfalter wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und die Bläulingsarten Polyommatus fulgens sowie Polyommatus humedasae nutzen sie als wichtige Nektarquelle. Auch die Erdhummel (Bombus terrestris) ist ein regelmäßiger Gast an den Schmetterlingsblüten. Für die Raupen des Birkenspanners (Biston betularia) und die Flohkraut-Eule (Coleophora lixella) stellt sie eine wichtige Lebensgrundlage dar. Die schweren Samen werden kaum durch Wind, sondern eher über kurze Distanzen oder durch Tiere am Boden verbreitet. Durch ihre AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) ist sie zudem ein wichtiger Teil des unterirdischen ökologischen Netzwerks.
Die Blaue Lupine ist giftig, insbesondere die Samen enthalten im rohen Zustand gefährliche Chinolizidin-Alkaloide wie Lupinin und Spartein. Eine Vergiftung erfolgt durch Einnahme, weshalb Vorsicht bei Kindern und Haustieren geboten ist. Im Notfall kontaktieren Sie den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.513 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), der täglich mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Der Boden sollte eher trocken sein (Feuchtezahl 3), da die Pflanze empfindlich auf Staunässe reagiert.
Als Mittelzehrer (Nährstoffzahl 5) benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger; ein durchschnittlicher Gartenboden ist ideal.
Halte die Wuchshöhe von genau 0,51 m bei der Beetplanung im Blick.
Die optimale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst ab September, solange der Boden frostfrei ist.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer (Reaktionszahl 6) beschaffen sein.
Da die schweren Samen meist nur kurzdistanzig fallen, kannst du die Selbstaussaat durch Stehenlassen der Hülsen fördern.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für trockene Sonnenplätze und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Blaue Lupine (Lupinus angustifolius) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind xerotherme Standorte (trockene, warme Gebiete) mit neutralen bis schwach sauren Bodenverhältnissen. Als krautige Pflanze verholzt sie nicht und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,51 m. Eine morphologische Besonderheit sind ihre spezialisierten Wurzelknöllchen, in denen Bakterien leben, die Stickstoff aus der Luft binden und der Pflanze sowie dem Boden zur Verfügung stellen.
3 Videos zu Blaue Lupine



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →