Bild folgtKI-generierte IllustrationChenopodium hircinum
An seinen breitblättrigen, oft gezähnten Blättern lässt sich der Bocks-Gänsefuß (Chenopodium hircinum) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Ergänzung für naturnahe Gärten, da er als Spezialist für extrem nährstoffreiche Stellen fungiert. Die Pflanze zeigt dir zuverlässig an, wo dein Boden besonders viel Stickstoff enthält, und dient als wichtiger Baustein im Stoffkreislauf. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberdaten vorliegen, bereichert sie die botanische Vielfalt deiner Wildpflanzenecken. Wenn du eine sonnige Nische hast, an der andere Pflanzen vor lauter Kraft im Boden versagen, ist dieser Gänsefuß genau die richtige Wahl für dich.
Kompakter Nährstofffresser: Der Spezialist für sonnige Kraftplätze im Garten.
Der Bocks-Gänsefuß übernimmt eine wichtige Rolle als Nährstoffzeiger in deinem Gartenökosystem. Durch seinen extrem hohen Bedarf an Stickstoff hilft er dabei, Nährstoffüberschüsse im Boden zu binden und in organische Masse umzuwandeln. Da er keine Mykorrhiza (Pilzsymbiose) eingeht, besiedelt er ökologische Nischen, die vielen anderen Pflanzen verwehrt bleiben. Seine Samen, die nach der Blütezeit von Juni bis September reifen, sind eine gehaltvolle Futterquelle für verschiedene heimische Vögel im Winter. Als nicht verholzende Pflanze zersetzt er sich im Frühjahr schnell und führt die Nährstoffe dem Kreislauf wieder zu. So förderst du mit ihm einen dynamischen und lebendigen Garten.
Achtung: Der Bocks-Gänsefuß ist nicht als kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Sollte es dennoch zu einer Aufnahme kommen, wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.426 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Ellenberg Feuchte 2: Ein eher trockener Boden ist ideal; vermeide Plätze, an denen sich Wasser stauen könnte.
Ellenberg Nährstoffe 10: Als extremer Starkzehrer (Nährstofffresser) benötigt er einen sehr stickstoffreichen Gartenboden.
Ellenberg Temperatur 7: Suche einen geschützten, warmen Platz aus, da die Pflanze Wärme liebt.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Da die Art krautig wächst und nicht verholzt, kann sie nach der Samenreife im Herbst einfach stehen gelassen werden.
Wuchshöhe: Mit genau 0,43 m benötigt die Pflanze keine zusätzliche Stütze.
Gute Partnerin: Beifuß (Artemisia vulgaris) – beide Arten sind heimisch und teilen die Vorliebe für stickstoffreiche, sonnige Ruderalstandorte.
Der Bocks-Gänsefuß (Chenopodium hircinum) gehört zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er wächst bevorzugt an sonnigen, warmen Standorten und besiedelt dort als krautige, nicht verholzte Pflanze nährstoffreiche Ruderalstellen (durch menschliche Eingriffe entstandene Schutt- oder Brachflächen). Mit einer Wuchshöhe von genau 0,43 m bleibt er kompakt und überschaubar. Ein besonderes Merkmal ist, dass er zu den NM-Pflanzen gehört, also keine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht.
3 Videos zu Bocks-Gänsefuß
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →