Bild folgtKI-generierte IllustrationBolboschoenus laticarpus
Auch bekannt als: Bolboschoenus laticarpus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Breitfrüchtige Strandsimse (Bolboschoenus laticarpus) durch ihre markanten, dreikantigen Stängel und die kompakten, bräunlichen Blütenknäuel an der Spitze. In deinem Naturgarten ist sie ein wertvoller Baustein für feuchte Standorte, da sie spezialisierten Faltern wie dem Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder dem Weißbindigen Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) wichtigen Lebensraum bietet. Als heimisches Sauergras stabilisiert sie Uferbereiche und bringt Struktur in nasse Gartenabschnitte. Wenn du eine Sumpfzone oder einen Teichrand ökologisch aufwerten möchtest, triffst du mit dieser robusten Art genau die richtige Entscheidung für die lokale Artenvielfalt.
Robuster Uferwächter: Lebensraum für seltene Wiesenvögelchen und Dickkopffalter.
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Diese Simse ist eine wertvolle Futterquelle und ein wichtiger Rückzugsort für diverse Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders Dickkopffalter wie der Schwarzkolbige Dickkopffalter (Thymelicus lineola) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) von ihren Beständen. Auch seltene Arten wie das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) oder der Gelbringfalter (Lopinga achine) nutzen die Pflanze. Als Sauergras dient sie zudem als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter. Mit der Pflanzung förderst du somit gezielt den Fortbestand dieser oft bedrohten Insektengruppen in deiner Region.
Die Breitfrüchtige Strandsimse wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den teils scharfkantigen Halmen, die bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Schnittverletzungen führen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du sie daher eher in schwer zugänglichen Teichbereichen platzieren, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Lichtbedarf (Ellenberg 8): Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Feuchtigkeit (Ellenberg 8): Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein; ideal ist eine Pflanzung direkt in der Sumpfzone deines Teiches.
Bodenbeschaffenheit (Ellenberg 6): Ein normaler, nährstoffreicher Gartenboden ist ausreichend, sofern er kalkhaltig (basisch) ist.
Pflanzzeit: Setze die Simse am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Schneide die vertrockneten Halme erst im späten Frühjahr zurück, da sie im Winter als Überwinterungsort für Insekten dienen.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich selbstständig über Rhizome (unterirdische Ausläufer) aus; plane daher ausreichend Platz ein.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – sie teilt die Standortansprüche und ergänzt das Gras durch ihre markanten gelben Blüten.
Die Breitfrüchtige Strandsimse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie als Indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Uferbereiche und wechselfeuchte Standorte, wobei sie als Zeigerpflanze für kalkhaltige, feuchte Böden fungiert. Morphologisch zeichnet sie sich durch kräftige Ausläufer im Boden aus, über die sie dichte Bestände bilden kann, was sie von anderen Gräsern unterscheidet.
2 Videos zu Breitfrüchtige Strandsimse


8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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