Bild folgtKI-generierte IllustrationBolboschoenus maritimus
Auch bekannt als: Scirpus maritimus
Artengruppe
2
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Gewöhnliche Strandsimse an ihren kräftigen, dreikantigen Stängeln und den braunen, kugeligen Blütenköpfchen, die wie kleine Igel am Halm sitzen. Als echtes Sauergrasgewächs bereichert sie feuchte Gartenstellen und bietet spezialisierten Insekten einen Lebensraum. Besonders der Seidige Rohrkäfer (Plateumaris sericea) ist hier oft zu Gast, während Wasservögel wie die Spießente (Anas acuta) den Schutz der Bestände schätzen. Sie ist die ideale Wahl, wenn du eine robuste Pflanze für den Teichrand suchst. Mit ihr holst du dir ein Stück ursprüngliche Uferlandschaft direkt in deinen Garten.
Wasserspezialistin für den Seidigen Rohrkäfer und heimische Wasservögel.
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Die Strandsimse ist eine ökologisch wertvolle Art für feuchte Standorte. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie ein wichtiger Lebensraum für den Seidigen Rohrkäfer (Plateumaris sericea), der auf solche Uferpflanzen angewiesen ist. Auch für Wasservögel wie die Spießente (Anas acuta) bietet sie Struktur und Nahrung. Die Samen (Diasporen) sind mit etwa 2,98 Milligramm sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch Wind und Wasser ermöglicht. Als Mittelzehrer trägt sie zur natürlichen Reinigung des Wassers bei, indem sie überschüssige Nährstoffe aufnimmt und im Gewebe bindet.
Die Gewöhnliche Strandsimse wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den scharfen Kanten der Blätter und Stängel, die bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittwunden führen können. Trage bei der Pflege am besten Handschuhe. Die Pflanze selbst ist nicht als giftig bekannt, sollte aber aufgrund der Verletzungsgefahr nicht direkt neben Kinderspielbereichen gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.788 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8) mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne.
Sorge für einen dauerhaft feuchten bis nassen Boden (Feuchtewert 8), ideal ist die Sumpfzone des Teichs.
Der Boden sollte kalkhaltig bis basisch (alkalisch) und mäßig nährstoffreich sein.
Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange es frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von 40-50 cm ein, da die Art über Ausläufer in die Breite wächst.
Die Pflanze ist nicht verholzt und zieht sich im Winter zurück.
Schneide die vertrockneten Halme erst im zeitigen Frühjahr zurück, um Überwinterungsplätze zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Wasser-Minze (Mentha aquatica) – sie liebt die gleiche Feuchtigkeit und ergänzt die Simse durch ihren Duft und ihre späte Blüte.
Die Gewöhnliche Strandsimse (Bolboschoenus maritimus) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise Uferzonen, Röhrichte und feuchte Senken, oft auch an leicht salzhaltigen Standorten. Typisch für dieses ausdauernde Gras sind die breiten Blätter und die kompakten, spiralig angeordneten Ährchen (Blütenstände der Gräser). Als Indigen (einheimische Art) ist sie perfekt an unser Klima angepasst und gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet.
2 Videos zu Gewöhnliche Strandsimse (Artengruppe)


•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →