Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Unverwechselbar ist die Armenische Hummel durch ihren markanten Kontrast aus goldgelber Behaarung auf dem vorderen Körperabschnitt und dem tiefschwarzen Hinterleibsende. Diese langrüsslige Art – ein Rüssel, der im Verhältnis zum Körper sehr lang ist – gehört zu den imposantesten heimischen Wildbienen. Sie bildet einjährige Völker, die von einer einzigen Königin im Frühjahr begründet werden. Ihre Eier legt die Königin in sorgsam gefertigte Wachszellen in unterirdischen Nestern ab, die oft in verlassenen Mäusegängen liegen. Die Larven werden mit einer Mischung aus Pollen und Nektar ernährt, wobei die Art besonders auf Schmetterlingsblütler angewiesen ist. Im Frühsommer sieht man sie oft am Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), während später die Zaun-Wicke (Vicia sepium) eine zentrale Rolle spielt. Die Larvenentwicklung verläuft über mehrere Stadien bis zur Verpuppung im Kokon. Nach dem Schlüpfen der Jungköniginnen im Spätsommer sterben die Arbeiterinnen und die alte Königin ab. Die begatteten Jungköniginnen suchen sich für den Winter ein geschütztes Quartier in lockerer Erde. Du kannst diese seltene Art unterstützen, indem du heimische Wildblumen wie den Hornklee (Lotus corniculatus) in deinem Garten wachsen lässt.
Die Armenische Hummel ist ein ausgesprochen friedfertiges Tier, das nur bei einer massiven Bedrohung seines Nestes stechen würde. Aufgrund ihrer Seltenheit steht sie unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Sie ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher.
Ernährung & Verhalten
Nahrung
polylektisch
Generationen/Jahr
univoltin
Die Armenische Hummel (Bombus armeniacus) gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und zählt innerhalb der Gattung der Hummeln zur Untergattung der Deichhummeln (Thoracobombus). Sie besiedelt bevorzugt offene, warme Landschaften wie Steppenrasen und blütenreiche Magerwiesen. Als soziale Insektenart bildet sie Staaten mit einer strikten Arbeitsteilung zwischen Königin und Arbeiterinnen. Ihr langer Rüssel macht sie zu einer Spezialistin für tiefgründige Blütenkelche, was sie zu einem unverzichtbaren Bestäuber für viele Wildpflanzen macht.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →