Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Curculionidae
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Dieser winzige Käfer besitzt einen dunkelbraunen, walzenförmigen (zylinderartigen) Körper mit harten Flügeldecken, die am hinteren Ende oft eine charakteristische Form aufweisen. Du begegnest diesem heimischen Insekt vor allem dort, wo die Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris) wächst. In deinem Garten ist er ein wichtiger Bestandteil des Naturhaushalts, da er als Saproxylophage (Holzfresser) den Abbau von Holz beschleunigt. Die Larven fressen sich unter der Rinde durch das Gewebe und bereiten so den Weg für Pilze und Mikroorganismen, die den Boden verbessern. Du musst dir keine Sorgen um vitale Zierpflanzen machen, da das Tier auf seine Wirtspflanze spezialisiert ist. Um ihn zu unterstützen, kannst du einfach etwas Totholz (abgestorbenes Holz) der Kiefer in einer ruhigen Gartenecke liegen lassen. Solche Wildnisecken sind lebenswichtig für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Durch das Belassen von Schnittholz ermöglichst du den Larven eine ungestörte Entwicklung. Damit leistest du einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht in deiner Nachbarschaft.
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Ab April werden die Käfer aktiv und suchen die Gewöhnliche Kiefer zur Fortpflanzung auf. Es folgen die Paarung und die Eiablage in das Rindengewebe des Baumes. Im weiteren Jahresverlauf entwickeln sich die Larven im Holz, wo sie ihre Fraßgänge anlegen und sich später verpuppen. Die Überwinterung findet im Schutz des Holzes oder unter der Rinde statt, bevor im nächsten Frühjahr ein neuer Zyklus beginnt.
Dieser Käfer ist für den Menschen vollkommen harmlos, da er weder stechen noch beißen kann. Er gilt nicht als klassischer Gartenschädling, da er vorrangig geschwächte oder bereits abgestorbene Teile der Gewöhnlichen Kiefer besiedelt und somit den natürlichen Nährstoffkreislauf unterstützt.
Der Käfer (Bostrichus pityographus) gehört zur Ordnung der Käfer (Coleoptera) und wird taxonomisch in die Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) eingeordnet. Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und weit verbreitet. Er lebt vorwiegend an der Gewöhnlichen Kiefer und erreicht eine Körperlänge von nur wenigen Millimetern. Seine Lebensweise ist eng an das Vorhandensein von Nadelholz gebunden.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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