Bild folgtKI-generierte IllustrationBotrychium matricariifolium subsp. matricariifolium
Auch bekannt als: Botrychium matricariifolium subsp. matricariifolium
Wer den Ästigen Rautenfarn (Botrychium matricariifolium subsp. matricariifolium) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Sein kleiner, gabelig verzweigter Blattwedel wirkt fast wie eine botanische Antiquität aus einer anderen Zeit. Da er mit der Gefährdungsstufe 2 auf der Roten Liste steht, ist er ein wahrer Schatz für deinen Naturgarten. Er erreicht eine bescheidene Wuchshöhe von 0.15 m und lebt in einer engen Gemeinschaft mit Bodenpilzen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört er fest zu unserer heimischen Flora. Mit seiner Ansiedlung schützt du eine Art, die in der freien Landschaft kaum noch Lebensräume findet.
Ein seltener Naturschatz: Bewahre den stark gefährdeten Farn in deinem Garten.
Dieser Farn ist ein hochspezialisierter Überlebenskünstler, der vor allem für das ökologische Gleichgewicht im Boden eine Rolle spielt. Da er auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft ist, trägt jedes Exemplar im Garten direkt zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Konkrete Bestäubungsdaten für Insekten liegen nicht vor, doch seine sehr leichten Diasporen (Sporen zur Fernausbreitung) machen ihn zu einem klassischen Windausbreiter. Er ist ein wichtiger Bioindikator für intakte Bodenökosysteme und Mykorrhiza-Netzwerke (Pilzgeflechte). Durch seinen Schutz förderst du die stabilen, ungestörten Bodenstrukturen, die auch für viele bodennistende Wildbienen essenziell sind.
Der Ästige Rautenfarn wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Es ist daher Vorsicht geboten, wenn Kinder oder Haustiere Zugang zum Gartenbereich haben. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.151 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen ungestörten Platz im Garten mit magerem, eher nährstoffarmem Boden.
Achte bei der Standortwahl auf die geringe Wuchshöhe von exakt 0.15 m, damit er nicht von Gräsern überwachsen wird.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Da der Farn auf eine Pilzsymbiose angewiesen ist, darf der Boden niemals gedüngt oder mit Fungiziden behandelt werden.
Der Boden sollte durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden, die den empfindlichen Wurzeln schadet.
Lasse den Farn nach der Sporenreife im Spätsommer unbedingt stehen, damit er sich versamen kann.
Da die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) extrem leicht sind (0.0 mg), verbreiten sie sich über den Wind.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – sie liebt ähnliche magere Standorte und ergänzt den Farn mit ihren zarten Blüten, ohne ihn zu beschatten.
Der Ästige Rautenfarn gehört zur Familie der Natternzungengewächse (Ophioglossaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland. Sein natürlicher Lebensraum umfasst magere Wiesen und lichte Waldränder, wobei er oft auf kalkarmen Böden zu finden ist. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit ist die Teilung des Wedels in einen flachen, assimilierenden Blattteil und einen aufrechten, sporentragenden Teil. Er lebt in einer obligaten AM-Mykorrhiza (einer lebensnotwendigen Symbiose mit Bodenpilzen), ohne die er nicht überleben kann.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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