Bild folgtKI-generierte IllustrationBotrychium multifidum subsp. multifidum
Auch bekannt als: Botrychium multifidum subsp. multifidum
An den fleischigen, rautenförmigen Blattabschnitten lässt sich der Vielteilige Rautenfarn (Botrychium multifidum subsp. multifidum) sofort erkennen. Er ist ein echter Schatz für Deinen Garten, denn er gehört mit der Einstufung in die Rote Liste 1 zu den am stärksten bedrohten Pflanzenarten unserer Heimat. In Deinem Garten ist er ein wichtiger Botschafter für den Erhalt seltener Farne, die auf ganz spezielle Bodenpilze angewiesen sind. Da keine spezifischen Insektenbeziehungen vorliegen, liegt sein Wert vor allem in der Förderung eines intakten Bodenmikrokosmos. Wenn Du ihn ansiedelst, schaffst Du ein Refugium für eine Art, die in der freien Natur kaum noch Überlebenschancen hat. Trau Dich ruhig an dieses botanische Juwel heran.
Botanische Rarität: Ein Stück Urzeit-Geschichte für Deinen Magerstandort.
Obwohl für diesen speziellen Farn keine direkten Bestäubungsdaten vorliegen, ist sein ökologischer Wert durch seine extreme Seltenheit begründet. Als Farn produziert er keine Blüten und somit keinen Nektar, sondern vermehrt sich über winzige Sporen. Diese sind mit einem Gewicht von 0,0 mg extrem leicht und werden durch den Wind verbreitet, was eine Fernausbreitung ermöglicht. Sein Gedeihen zeigt ein intaktes, nährstoffarmes Ökosystem an, das wiederum Lebensraum für hochspezialisierte Bodenorganismen bietet. Er fungiert als Indikator für höchste ökologische Qualität im Garten und trägt zur Sicherung der genetischen Vielfalt unserer indigenen Flora bei.
Der Vielteilige Rautenfarn ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der extremen Empfindlichkeit der Pflanze gegenüber Trittschäden und Berührungen. Da er vom Aussterben bedroht ist, sollte er im Garten an einem geschützten Ort wachsen, wo er nicht versehentlich zertreten wird. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte grundsätzlich vermieden werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.162 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 5: Wähle einen halbschattigen Platz, an dem die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Er liebt magere, nährstoffarme Verhältnisse (Ellenberg Nährstoff 3) – verzichte daher komplett auf Dünger.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch bis mäßig feucht (Ellenberg Feuchte 6), vermeide aber Staunässe.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Ellenberg pH 4) ist ideal für die Entwicklung.
Pflanzzeit: Setze den Farn am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da er eine AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) bildet, ist ein gesundes Bodenleben ohne chemische Mittel entscheidend.
Wuchshöhe: Beachte bei der Standortwahl die geringe Höhe von 0,16 m, damit er nicht von Gräsern überdeckt wird.
Gute Partnerin: Die Blutwurz (Potentilla erecta) – sie teilt die Vorliebe für magere Standorte und unterstreicht die Zartheit des Farns.
Dieser Farn gehört zur Familie der Natternzungengewächse (Ophioglossaceae) und ist eine archaische Pflanzengruppe, die schon lange vor den Blütenpflanzen existierte. Er ist in Deutschland heimisch, findet sich jedoch fast nur noch auf der Roten Liste 1, was bedeutet, dass er unmittelbar vom Aussterben bedroht ist. Sein natürlicher Lebensraum sind Halbtrockenrasen oder magere Bergwiesen. Besonders markant ist die Teilung des Wedels in einen flächigen, grünen Teil und einen separaten, traubenförmigen Sporenträger. Mit einer Wuchshöhe von nur 0,16 m ist er eine sehr zierliche Erscheinung.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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