Bild folgtKI-generierte IllustrationBrachypalpus laphriformis
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An ihrem hummelartigen Aussehen mit der dichten, goldbraunen Behaarung und den auffällig verdickten Hinterschenkeln lässt sich die Braune Mulmschwebfliege sofort erkennen. Diese etwa 12 bis 16 Millimeter große Fliege bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Du kannst sie meist im Mai und Juni beobachten, wie sie sich an sonnigen Baumstämmen ausruht oder Blüten besucht. Die Weibchen legen ihre Eier gezielt in Baumhöhlen ab, in denen sich feuchter Mulm befindet. Unter Mulm versteht man zerfallendes organisches Material, das durch Pilze und Bakterien in Holzhohlräumen entsteht. Die Larven leben als Saprophage, was bedeutet, dass sie sich von diesem verwesenden Pflanzenmaterial im Holz ernähren. Als erwachsene Tiere benötigen sie zur Stärkung den Nektar heimischer Gehölze wie Weißdorn, Eberesche oder Wildkirsche. Den Winter verbringt die Art im Larvenstadium, gut geschützt tief im Inneren von morschem Holz. Wenn du ihr helfen möchtest, solltest du alte Baumstümpfe oder hohle Stämme in deinem Garten unbedingt erhalten.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Braune Mulmschwebfliege besitzt keinen Stachel und kann weder stechen noch beißen. Aufgrund schwindender Lebensräume in Form von Altholz steht sie in vielen Regionen auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten.
Diese Schwebfliege gehört zur Gattung Brachypalpus innerhalb der Familie der Syrphidae. Sie ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet, jedoch streng an Laubwälder und Gärten mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz gebunden. Für dich als Beobachter sind vor allem die dornigen Verdickungen an den Hinterbeinen und die hummelähnliche Erscheinung markant. Diese Form der Tarnung, bei der harmlose Tiere wehrhafte Arten nachahmen, nennt man Mimikry.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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