Bild folgtKI-generierte IllustrationBrachypodium sylvaticum subsp. sylvaticum
Auch bekannt als: Brachypodium sylvaticum subsp. sylvaticum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum subsp. sylvaticum) durch ihre elegant überhängenden Ähren und die auffällig breitblättrigen Halme. Dieses heimische Gras bringt lebendiges Grün in die schattigen Ecken deines Gartens, wo andere Arten oft das Nachsehen haben. Für Schmetterlinge wie den Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus) oder das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) ist sie eine lebensnotwendige Futterquelle und Strukturpflanze. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.66 m fügt sie sich sanft in Beete ein, ohne andere Pflanzen zu bedrängen. Wenn du deinen Garten ökologisch aufwerten willst, ist dieses Gras ein wunderbarer Baustein für den Gehölzrand.
Schattenstar mit 0,66 m Höhe: Die Kinderstube für den Braunen Waldvogel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wald-Zwenke eine Schlüsselpflanze für zahlreiche Falterarten. Besonders Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) profitieren von diesem Gras. Auch Wanderfalter wie Pelopidas thrax suchen sie auf. Die Raupen finden an den breiten Blättern Schutz und Nahrung. Mit einem leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von 1.5549 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung, was zur Vernetzung von Lebensräumen beiträgt. Auch der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) nutzt sie regelmäßig als Ruheplatz und Larvalsubstrat.
Die Wald-Zwenke wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt primär an den rauen Blattkanten und Grannen der Ähren, die bei empfindlicher Haut mechanische Reizungen oder kleine Schnitte verursachen können. Es handelt sich jedoch nicht um eine Giftpflanze. Achte darauf, sie nicht unmittelbar an schmalen Pfaden oder Spielbereichen zu platzieren, um Hautkontakt zu vermeiden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.662 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 3: Wähle einen schattigen Standort, direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde im Sommer nicht komplett austrocknet.
Ellenberg Nährstoffe 6: Als Mittelzehrer bevorzugt sie einen Boden mit mäßigem Nährstoffangebot; eine Gabe von Laubkompost im Frühjahr ist ideal.
Ellenberg Reaktion 6: Ein neutraler bis schwach saurer Boden entspricht ihren natürlichen Bedürfnissen.
Pflanzzeit: Setze die Wald-Zwenke entweder im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Plane bei der Pflanzung mit einer Endhöhe von 0.66 m.
Pflege: Lass die Halme über den Winter stehen und schneide sie erst im Frühjahr vor dem Neuaustrieb zurück.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) – sie besiedelt ähnliche Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast zum Grün des Grases.
Die Wald-Zwenke gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Mitteleuropa. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und halbschattige Waldränder auf frischen Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre weichen, behaarten Blätter und die nickenden, kurz gestielten Ähren aus. Sie gilt als Charakterart für schattige Standorte und kommt in der Natur oft in Gesellschaft von Buchen und Eschen vor. Als ausdauerndes Gras bildet sie lockere Horste, ohne Ausläufer zu treiben.
36 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →