Bild folgtKI-generierte IllustrationBrassica oleracea var. oleracea
Du erkennst Wildkohl an seinen dicken, blaugrün bereiften Blättern und den leuchtend gelben Kreuzblüten. Als wilder Vorfahre fast aller unserer Kulturohlarten ist er ein unverzichtbares Element für die Artenvielfalt in deinem Garten. Er dient zahlreichen spezialisierten Insekten als wichtige Nahrungsgrundlage und ist an extremere Bedingungen hervorragend angepasst. Durch seine Robustheit ist er eine Bereicherung für jeden, der ökologisch gärtnern möchte. Mit seinem aufrechten Wuchs setzt er zudem interessante architektonische Akzente in deinem Beet. Schau ihm beim Wachsen zu, er wird dich mit seiner Widerstandskraft sicher überraschen.
Die wilde Urkraft: 0,64 m geballte Biodiversität für sonnige Gartenplätze.
Als heimische Wildpflanze ist der Wildkohl ein Magnet für Bestäuber, die auf die Blütenform der Kreuzblütler angewiesen sind. Die stattliche Blattfläche von über 1600 mm² dient Insekten als Eiablageplatz und Larvalhabitat (Lebensraum für Larven). Mit einem Samengewicht von etwa 3,82 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung. Da sie ein Starkzehrer ist, wandelt sie Boden-Nährstoffe effizient in Biomasse um, was dem Bodenleben zugutekommt. Im Winter bieten die verbleibenden Pflanzenteile Schutz für überwinternde Kleintiere. Die gelben Blüten erscheinen vor allem an mäßig warmen Standorten sehr zahlreich.
Bitte beachte, dass Wildkohl als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze kann konzentrierte Inhaltsstoffe wie Senföle enthalten, die in größeren Mengen für Kleinkinder ungeeignet sind. Im Falle eines ungewollten Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.641 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Der Boden muss sehr nährstoffreich sein (Starkzehrer: Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf), bereite das Beet daher mit reichlich reifem Kompost vor.
Achte auf eine frische, also mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (Feuchtewert 4).
Die Pflanze bevorzugt einen neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktionswert 6).
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Halte ausreichend Abstand zu Nachbarpflanzen ein, da die breiten Blätter viel Platz beanspruchen.
Da er nicht verholzt, ist nach der Samenreife kein harter Rückschnitt der Basis nötig.
Gute Partnerin: Echter Beinwell (Symphytum officinale) – er liebt ebenfalls nährstoffreiche, frische Böden und ergänzt den Kohl ökologisch ideal.
Wildkohl (Brassica oleracea var. oleracea) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er ist in Deutschland heimisch und besiedelt natürlicherweise kalkreiche Felsklippen an Meeresküsten. Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut und erreicht eine Höhe von genau 0,64 m. Ein markantes Merkmal ist die fleischige Blattstruktur mit einer Blattfläche von 1658,16 mm², welche die Pflanze vor Austrocknung schützt. Die leichten Samen (Diasporen) wiegen nur etwa 3,8173 mg, was die Fernausbreitung durch den Wind begünstigt.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →