Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus sterilis
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Taube Trespe (Bromus sterilis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren weich behaarten, weit überhängenden Rispen (Blütenstände), an denen die langen Grannen wie filigrane Vorhänge hängen, ist sie im Garten kaum zu übersehen. Dieses heimische Wildgras ist ein unverzichtbarer Baustein für einen lebendigen Naturgarten, da es Struktur und Futter bietet. Nach aktuellen Beobachtungsdaten nutzt beispielsweise der seltene Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) die Pflanze gern als Ansitzwarte. Die Taube Trespe füllt zuverlässig schwierige Ecken an Wegrändern oder unter Hecken aus. Trau Dich ruhig, diesem unkomplizierten Gras ein Plätzchen zu schenken, um die Artenvielfalt direkt vor Deiner Terrassentür zu fördern.
Filigraner Samenlieferant: Die Taube Trespe ist ein Magnet für den Gartenrotschwanz.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
In Deinem Garten übernimmt die Taube Trespe eine wichtige Rolle als Nahrungsquelle und Lebensraum. Nach aktuellen Daten profitiert insbesondere der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) von diesem Gras, da er hier sowohl Deckung findet als auch die Samen nutzt. Auch wenn keine spezifischen Nektarwerte vorliegen, ist der ökologische Wert als Samenspender für Vögel nicht zu unterschätzen. In den Wintermonaten bieten die dichten Halme Überwinterungsplätze für nützliche Garteninsekten. Durch ihren frühen Austrieb im Jahr schließt sie zudem eine wichtige Lücke im Deckungsangebot für bodennah brütende oder lebende Tierarten. Sie fördert somit ein stabiles ökologisches Gleichgewicht in naturnahen Saumstrukturen.
Die Taube Trespe wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die langen, rauen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Samen), die sich leicht in Kleidung, Haut oder Tierfell verhaken und dort Irritationen hervorrufen können. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig, sodass keine Gefahr durch Verzehr besteht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Die Taube Trespe bevorzugt einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort.
Der Boden sollte nährstoffreich und eher locker sein; sie liebt Stickstoff.
Bei den Bodenverhältnissen ist sie anpassungsfähig, bevorzugt aber eher trockene bis frische Stellen.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Eine zusätzliche Bewässerung ist meist nur bei extremer Trockenheit in der Keimphase notwendig.
Düngung ist in normalen Gartenböden nicht erforderlich, da die Pflanze sehr genügsam ist.
Da sie einjährig ist, erhält sie sich durch Selbstaussaat am besten an ungestörten Gartenplätzen.
Wenn Du die Ausbreitung kontrollieren willst, schneide die Halme direkt nach der Blüte im Juni ab.
Im Winter können die vertrockneten Halme stehen bleiben, um Kleintieren Schutz zu bieten.
Gute Partnerin: Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) – beide Arten teilen sich gerne den nährstoffreichen Halbschatten am Gehölzrand und ergänzen sich ökologisch perfekt.
Die Taube Trespe gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas 1492 eingeführt wurde) ist sie fest in unserer Landschaft verwurzelt. Man findet sie typischerweise in Ruderalgesellschaften (Pflanzengemeinschaften auf vom Menschen gestörten Böden) oder an sonnigen Heckenrändern. Charakteristisch sind die bis zu drei Zentimeter langen, borstenartigen Grannen an den Ährchen, die der Verbreitung der Samen dienen. Sie wächst meist einjährig oder überwinternd-einjährig, was bedeutet, dass sie im Herbst keimt und im Folgejahr blüht.
1 Video zu Taube Trespe

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →